Frei#  Identifizierung der strukturellen Herzkrankheiten bei asymptomatischen Menschen könnte frühe Therapie ermöglichen, die den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen würde. Gleichzeitig ist Echokardiographie eine nicht-invasive Herzuntersuchung praktisch ohne Nebenwirkungen. Eine randomisierte skandinavische Studie (1) in der Fachzeitschrift JAMA untersuchte, ob Herz-Echokardiographie-Screening der Allgemein-Bevölkerung das Langzeit-Überleben verbessert, und kardiovaskuläre Risikofaktoren reduziert.

Insgesamt 6861 Patienten wurden in eine Echokardiographie-Screening-Gruppe und Kontroll-Gruppe randomisiert und 15 Jahre lang beobachtet. Die Ergebnisse zeigten, dass zwischen beiden Gruppen keine signifikante Unterschiede hinsichtlich Outcome (Plötzlicher Herztod, Herz-Mortalität, Herzinfarkt oder Schlaganfall) gab.

Fazit: Echokardiographie-Screening der Allgemeinbevölkerung für strukturelle und valvuläre Herzkrankheiten zeigte keinen Nutzen hinsichtlich Reduktion der Sterblichkeit oder Herzinfarkt.

Medknowledge-Anmerkung: Am Anfang hört es sich immer gut an, es heißt häufig „Wir machen eine Früherkennungs-Untersuchung, die Untersuchung ist einfach, wenn wir was feststellen, können wir die Menschen gezielt therapieren" . Am sind die Kosten hoch, die Ergebnisse sind oft enttäuschend, wenn ungezielt Screening-Massnahmen für Erwachsene angeboten werden. Bei den Screening-Untersuchungen der Bevölkerung sollte der Augenmerk vor allem auf Menschen mit eindeutigen Risikofaktoren für bestimmte Krankheiten gerichtet werde.

  1. Haakon Lindekleiv et al: Echocardiographic Screening of the General Population and Long-term Survival: A Randomized Clinical Study ONLINE FIRST. JAMA Intern Med. 2013;():-. doi:10.1001/jamainternmed.2013.8412.
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