Frei#  Der Effekt von Betablocker auf die Ausdehnung des Herzinfarkt-Areals in Verbindung mit PCI ist noch unklar. Eine aktuelle Studie (1) untersuchte den Effekt von Metoprolol auf die Größe des Herzinfarkt-Areals, wenn es früh intravenös vor Revaskularisierung verabreicht wird.

Insgesamt 270 Patienten mit Vorderwand-STEMI, die spätestens innerhalb von 6 Stunden einer PCI unterzogen wurden, wurden entweder für intravenöse Metoprolol-Gabe oder Placebo randomisiert. Alle Patienten mit Kontraindikationen erhielten Metoprolol später innerhalb von 24 Stunden per Os. Infarktareal wurde dann in der ersten Woche per Herz-MRT untersucht.

Die Ergebnisse zeigten, dass frühe Gabe von iv-Metoprolol vor PCI das Infarkt-Areal reduzierte, und die linksventrikuläre Ejektionsfraktion erhöhte. Innerhalb der 24 Stunden nach STEMI kam es unter iv-Metoprolol nicht zu einer starken Zunahme von Komplikationen.

Medknowledge-Anmerkung: Betablocker standen lange Zeit bei Herzinsuffienz-Therapie unter dem Schatten der ACE-Hemmer. In den letzten Jahren jedoch erscheinen immer mehr Studien, die die positiven Effekte der Betablocker bei koronarer Herzkrankheit und Herzinfarkt zeigen, falls keine Kontraindikationen gegen Betablocker liegen. Zudem sind Betablocker eine kostengünstige Therapie.

1-Borja Ibanez et al: Coronary Heart Disease, Effect of Early Metoprolol on Infarct Size in ST-Segment–Elevation Myocardial Infarction Patients Undergoing Primary Percutaneous Coronary Intervention The Effect of Metoprolol in Cardioprotection During an Acute Myocardial Infarction (METOCARD-CNIC) Trial. Circulation.2013; 128: 1495-1503

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