Frei#  Hypothermie wird bei Patienten nach Herzstillstand empfohlen, bei denen die Reanimation erfolgreich war, um die Gehirnzellen zu schützen. Eine aktuelle Studie (1) in der Zeitschrift JAMA überprüfte, ob prähospitale therapeutische Hypothermie effektiv ist, und das Überleben und neurologische Funktionen positiv beeinfflusst.

Insgesamt 1359 Patienten mit extra-hospitalem Herzstillstand, die erfolgreich reanimiert wurden, wurden entweder für therapeutische Hypothermie oder Standard-Therapie randomisiert. In der Hypothermie-Gruppe wurde der Körperkerntemperatur mit kühlen intravenösen Kochsalz-Infusionen auf 34 Celsius gesenkt. Die primären Endpunkte waren das Überleben, und der neurologische Funktionsstatus bei Entlassung.

Die Ergebnisse haben die Erwartungen an früh-eingeleitete Hypothermie nicht bestätigt. Obwohl die prähospitale Maßnahmen zur Kühlung der Körperkerntemperatur die Zeit bis zum Erreichen von 34 Grad Celsius signifikant reduziert haben, verbesserte die therapeutische Hypothermie verglichen mit der Standardgruppe weder das Überleben noch die neurologischen Funktionen der Patienten, die aufgrund von prähospitalem Herzstillstand (Kammerflimmern, oder ohne Kammerflimmern) erfolgreich reanimiert wurden, nicht GEBESSERT. Des Weiteren kam es in der Hypothermie-Gruppe häufiger zu Komplikationen (Herzstillstand-Rezidiv, Lungenödem).

Die Einleitung der Hypothermie-Maßnahmen insbesondere unter Notfall-Situationen sind sehr aufwendig. Umso enttäuschender sind die nicht-positiven Ergebnisse der aktuellen Studie.

1-Francis Kim, MD et al: Effect of Prehospital Induction of Mild Hypothermia on Survival and Neurological Status Among Adults With Cardiac Arrest: A Randomized Clinical Trial. JAMA. Published online November 17, 2013. doi:10.1001/jama.2013.282173

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