Inzwischen hat Marcumar viele Alternativen. Die neuen Substanzen Die neuen Antikoagulanzien wie die Faxtor-Xa-Hammer Rivaroxaban (Xarelto®) und Apixaban (Eliquis) haben viele Vorteile im Vergleich mit Marcumar, sie zeichnen sich vor allem durch orale Einnahme und Wegfallen von INR-Kontrollen, sowie wenige Medikamenten-Interaktionen aus. Im Vergleich zu Vitamin-K-Antagonisten (Marcumar und Co.) gibt es jedoch kein spezifisches Antidot für neue orale Antikoagulanzien, welches die Antikoagulation wieder rückgängig machen könnte, falls schwere Blutungen unter den neuen Antikoagulanzien auftreten.

In der Zeitschrift Nature Medicine ist aktuelle Studie (1) erschienen, die ein vielversprechendes Antidot für die Faktor-Xa-Hemmer-Antikoagulantien vorstellt. Die Studie war experimenteller Natur. Das neue Antidot ist eine synthethische Form von Koagulation-fXA, welches chemisch modifiziert wurde, um nicht zu koagulieren. Der neue Stoff bindet die Faxtor-Xa-Hammer-Medikamente und inaktiviert sie somit. Es scheint sogar, sich als Antidot gegen die Blutungen durch Niedermolekulare Heparine zu eignen. In der experimentellen Studie jedenfalls führte das neue Antidot bei Mäusen zur fast vollständigen Aufhebung der Wirkung der neuen Faxtor-Xa-Hammer-Antikoagulanzien. Dabei stoppte das neue Antidot die Blutungen unter neuen Antikoagulanzien dosisabhängig.

Fazit: Bei Mäusen war das neue Antidot gegen neue Antikoagulanzien sehr effektiv. Weitere Studien müssen zeigen, ob es auch bei Menschen wirksam ist, und wie dessen Nebenwirkungsprofil ist.

  1. Lu G et al. A specific antidote for reversal of anticoagulation by direct and indirect inhibitors of coagulation factor Xa. Nat Med 2013 Apr; 19:446
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