Frei#  Obwohl die Leitlinien den Einsatz von CCT bei Kindern mit Kopfschmerzen, die ansonsten gesund sind und eine unauffällige Anamnese haben, nicht empfehlen, werden CCT-Untersuchungen trotzdem immer häufiger für diese Indikation eingesetzt. Eine aktuelle Studie untersuchte die Praxis der neurologischen Bildgebung bei pädiatrischen Patienten mit Kopfschmerzen.

In der retrospektiven Studie wurden die Daten von 15,836 Kindern (Alter 3–17 Jahre), die mindestens 2 Kopfschmerz-Episoden hatten. Insgesamt 26% der Kinder erhielten CCT, 74% davon innerhalb eines Monats nach Diagnosestellung. Der Kopfschmerz-Typ hatte keinen Einfluss auf die Durchführung der CCT-Untersuchung. Auch die Ergebnisse der CCT beeinflusste das Vorgehen in den meisten Fällen nicht.

Fazit: Die Verwendung von CCTs bleiben trotz Leitlinien-Empfehlungen sehr hoch, obwohl die diagnostische Ausbeute gering und mögliche Risiken (Strahlenbelastung) hoch sind. Die Autoren empfehlen Entwicklung von Kriterien und Qualitätsmanagement, die den gezielten Einsatz von CCTs bei pädiatrischen Patienten erst dann erlauben, wenn diese wirklich indiziert sind, um unnötige Strahlenbelastung zu reduzieren. Bekanntlich erhöht die Strahlenbelastung das Langzeit-Krebsrisiko der Kinder.

1-DeVries A et al. CT scan utilization patterns in pediatric patients with recurrent headache. Pediatrics 2013 Jul; 132:e1

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