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Das
orale Oseltamivir (Tamiflu®) mit dem Wirkstoff ist
2002 auch in den Ländern der Europäischen Union
als erster perorale
Neuraminidase-Hemmer zur Therapie bei
Erwachsenen und Kindern sowie zur Prophylaxe bei
Jugendlichen und Erwachsenen zugelassen
worden.
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Die
sogenannte Neuraminidasehemmer blocken
das Enzym Neuraminidase der Influenza-A- und
-B-Viren, das essentiell für die Vermehrung und
Verbreitung der Influenza-Viren eine wichtige Rolle
spielt. |
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In
Deutschland ist bereits das Neuraminidasehemmer
Zanamivir (Relenza® von GlaxoSmithKline) zur Prophylaxe
und Therapie von Influenza zugelassen.
Der wichtigste Unterschied zum Zanamivir (Relenza®),
das inhaliert wird, ist die perorale
Applikationsweise von Oseltamivir (Tamiflu®).
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Wirkung
In
einer randomisiert kontrollierten Studie in JAMA (1)
wurde Oseltamivir (Tamiflu®) bei 629 Patienten mit
den Symptomen einer fieberhaften Grippe eingesetzt.
In der Oseltamivir-Gruppe erhielten die Patienten
Oseltamivir (Tamiflu®) 2x75mg oder 2x150 mg täglich.
Die Therapie wurde bei allen Patienten innerhalb von
36 Stunden nach Ausbruch der Symptomatik begonnen.
Im
Vergleich zur Placebo-Gruppe konnte die
Krankheitsdauer in den beiden Oseltamivir-Gruppen um
ca. 30% verkürzt und die Schweregrad der Symptome
um etwa 38% gelindert werden.
Sekundäre
Grippe-Komplikationen wie Bronchitis (Entzündung
der Atemwege) oder Sinusitis (Entzündung der
Nasennebenhöhlen) traten bei 15% der Patienten in
der Placebo-Gruppe und bei 7% in den beiden
Oseltamivir-Gruppen auf. |
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Dosierung Therapie:
2 x 75 mg pro Tag für 5 Tage. Prophylaxe:
täglich 1 x 75 mg für 7 Tage (3) . Die
Behandlung mit Oseltamivir (Tamiflu®) sollte
innerhalb von 24–36 Stunden nach Eintritt der
Symptomatik begonnen werden. |
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Postexpositionsprophylaxe
Die frühzeitige Gabe von Oseltamivir kann das
Prävalenz (Vorkommen) der Grippe-Erkrankung
reduzieren (3) |
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Nebenwirkungen
Gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit,
Erbrechen sind die häufigsten Nebenwirkungen. Es
kann auch zu allergischen Reaktionen, zu
Verschlechterung der bestehenden Atemwegskrankheiten
kommen. |
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Efficacy
and safety of the oral neuraminidase inhibitor
oseltamivir in treating acute influenza: a
randomized controlled trial. US Oral Neuraminidase
Study Group. JAMA 2000 Feb 23;283(8):1016-24
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Oral
oseltamivir treatment of influenza in children.
Pediatr Infect Dis J 2001 Feb;20(2):127-33
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Effectiveness
of oseltamivir in preventing influenza in household
contacts: a randomized controlled trial. JAMA 2001
Feb 14;285(6):748-54
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WHO
interim recommendations for the protection of
persons involved in the mass slaughter of animals
potentially infected with highly pathogenic avian
influenza viruses
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Weitere
Informationen zu Oseltamivir (Tamiflu®)
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Grundinformationen
zu Neuraminidasehemmer als neue Option bei
Grippe
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Neuraminidasehemmer
- Nicht nur das Influenzavirus ist für die
Grippe verantwortlich
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Gruppe:
Influenza-Diagnose: Zur Praktikabilität von
Schnelltests
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Nachtrag
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Kontroverse
um Evidenz der Tamiflu®-Wirkung, 09.12.2009
"Die
Wirkung von Neuraminidase-Hemmern bei der Grippe ist
weniger gut belegt, als vielfach angenommen. Die
Autoren einer Meta-Analyse beklagen sich im
Britischen Ärzteblatt (BMJ 2009; 339: b5106)über
die mangelnde Kooperationsbereitschaft des
Herstellers von Oseltamivir (Tamiflu®) und
revanchieren sich mit einer Publikation, die
wichtige Aspekte der Wirkung infrage stellt...
Die
Chefredakteurin des BMJ, Fiona Godlee, London,
schreibt im Editorial, der Hersteller habe sich
formal nichts zuschulden kommen lassen. Das Beispiel
zeige aber, dass das derzeitige System, in dem
allein die Hersteller für den Wirkungsnachweis
ihrer Medikamente zuständig sind, nicht
funktioniere. Die derzeitige Publikationspraxis
hinterlasse zudem ein falsches Gefühl der
Sicherheit, wenn Meta-Analysen nur auf der Basis von
veröffentlichten Daten durchgeführt würden und
den Forscher der Zugriff auf die Rohdaten verweigert
würde.
Eine
Änderung der Empfehlungen zum Einsatz von
Neuraminidasehemmern ist nicht zu erwarten. Das hat
Charles Penn, ein Experte der
Weltgesundheitsorganisation, gegenüber der Presse
bereits ausgeschlossen..." Tom
Jefferson et al: Neuraminidase inhibitors for
preventing and treating influenza in healthy adults:
systematic review and metaanalysis
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Peramivir:
Tamiflu-Alternative bei Grippe - Anstatt oral intravenös,
2009. Mehr...
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USA:
Praktisch alle Grippeviren resistent auf Tamiflu, 3. März 2009.Mehr..
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Grippewelle
rollt an – Virus zunehmend resistent gegen Tamiflu, 2008/2009. Mehr...
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Ist
der Neuraminidasehemmer Oseltamivir (Tamiflu®) bei lebensgefährlicher
Grippe wirksam? 2008. Mehr...
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Grippe
2008: Viren teilweise resistent gegen Tamiflu®, 29.
Januar 2008
"Die
Viren der diesjährigen Grippewelle sind teilweise
resistent gegen den Neuraminidasehemmer Oseltamivir
(Tamiflu®). Dies geht aus einer ersten vorläufigen
Risikoabschätzung des European Centre for Disease
Prevention and Control (ECDC) hervor. Aus bisher
unbekannten Gründen sind die resistenten Viren vor
allem in Norwegen aufgetreten..." ECDC-Pressemitteilung
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Influenza:
Tamiflu-Resistenz (bisher) kaum verbreitet, 10. Mai
2007: "Neue Daten der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigen die
Verbreitung von Influenza-Viren, die gegen
Oseltamivir resistent sind. Die Prävalenz ist
jedoch selbst in Japan, wo Tamiflu® sehr häufig
eingesetzt wird, gering. Beim Vogelgrippevirus H5N1
sind bislang drei Fälle von Oseltamivirresistenzen
beschrieben worden.." Weekly
epidemiological record
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Influenza
Typ B: Erste Resistenzen gegen Tamiflu® und Relenza®,
4. April 2007: "Nicht nur Vogelgrippe- und
andere Typ-A-Influenzaviren können gegen
Neuraminidase-Inhibitoren resistent werden. In Japan
wurden jetzt erstmals Typ-B-Influenzaviren isoliert,
bei denen Tamiflu (Wirkstoff: Oseltamivir) und
Relenza (Wirkstoff: Zanamivir) nur noch abgeschwächt
wirksam waren. Die Studie im amerikanischen Ärzteblatt
(JAMA 2007; 297: 1435-1442) zeigt außerdem, dass
die resistenten Viren nicht nur innerhalb der
Familie, sondern auch an öffentlichen Orten übertragen
werden. Vermutlich sind sie ebenso ansteckend und
pathogen wie der Wildtyp..." STUDY
SUGGESTS SOME DRUG RESISTANCE TO INFLUENZA B
MEDICATIONS
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Tamiflu®:
Auch EMEA warnt vor neuropsychiatrischen Komplikationen, 26.
März 2007. Mehr...
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Vogelgrippe
in Ägypten resistent gegen Tamiflu®, Freitag, 19.
Januar 2007 - Avian
influenza - situation in Egypt - update
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Tamiflu®:
Grippemittel soll Hinweis vor Halluzinationen
tragen, 13. November 2006
"Das
Medikament Tamiflu kann die Dauer und Intensität
einer Grippe reduzieren. Die Einnahme des Mittels
hat aber möglicherweise auch Bewusstseinsstörungen
und Wahnvorstellungen zur Folge. In den USA steht
nun ein entsprechender Warnhinweis auf der Packung..."
Siehe
auch: Psychosen
durch das Grippemittel Tamiflu? 16. November 2006 --Geänderte
US-Fachinformation
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Oseltamivir und
Nebenwirkungen bei Kindern
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- Tamiflu® und
Suizide – FDA und BfArM sehen keinen kausalen
Zusammenhang, 21. November 2005. Mehr..
- Tamiflu®:
Todesfälle,
Selbstmord und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und
Jugendlichen? Mehr..
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Schweinegrippe
und Oseltamivir (Tamiflu®)
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Tamiflu
Co: Die Wirkung von Neuraminidase-Hemmern bei der Grippe weniger gut
belegt, als angenommen, 12/2009.Mehr..
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Meta-Analyse: Tamiflu und Relenza bei Kindern
kaum wirksam. Mehr..
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Gegen
Tamiflu resistente Schweinegrippe-Viren in USA
entdeckt, 4. August 2009
"Aus
dem Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko sind
Fälle von Schweinegrippe gemeldet worden, bei
denen der Einsatz von Oseltamivir
(Tamiflu®) unwirksam war. Dies teilte die
Chefin der Panamerikanischen
Gesundheitsorganisation (PAHO), Maria Teresa
Cerqueira, am Montag bei einer Konferenz im
kalifornischen La Jolla mit. Experten raten von
einer Selbstmedikation mit Tamiflu ab...
Grundsätzlich
raten die RKI-Experten von der Selbstmedikation
mit Tamiflu ab. Die antiviralen Arzneimittel sind
in Deutschland rezeptpflichtig und sollten unter
ärztlicher Kontrolle eingenommen werden. Dies ist
laut RKI auch deshalb wichtig, weil eine
Unterdosierung die Entstehung von resistenten
Viren begünstigen kann. Zudem sei die
Eigendiagnose unzuverlässig. Die Influenza könne
mit vielen anderen akuten Erkrankungen verwechselt
werden..."
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Tamiflu
bei Schweinegrippe: Albträume und Nausea bei
Kindern, 3. August 2009
"Zu
den unangenehmen Erfahrungen der mit H1N1-Epidemie
gehört, dass der Einsatz von Oseltamivir (Tamiflu®)
bei Kindern nicht unproblematisch ist. Britische
Mediziner berichten in Eurosurveillance (Online),
dass die Hälfte der Kinder über Nebenwirkungen
klagte.
Beide
Studien umfassen Kinder von Grund- oder weiterführenden
Schulen, in denen es im April oder Mai zum Ausbruch
der Neuen Influenza gekommen war. Zu den Gegenmaßnahmen
gehörte damals die prophylaktische Therapie mit
Oseltamivir (Tamiflu). Behandelt wurden also Kinder,
die nicht erkrankt waren..."
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Tamiflu:
EMEA erweitert Indikation und Haltbarkeitsdatum in
Zeiten von H1N1 (Schweinegrippe), 11. Mai 2009
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Schweinegrippe:
Pharmakologe zweifelt an Wirksamkeit von Tamiflu
Interview
mit dem Pharmakologen Bernd Mühlbauer im SPIEGEL
"...Noch
sei die Wirkung gegen das Schweinegrippe-Virus
lediglich im Labor belegt. Aber auch bei der gewöhnlichen
Grippe werde die Bedeutung des Wirkstoffs häufig
weit überschätzt. Im Durchschnitt verkürze das
Medikament die Krankheitsdauer nur um einen Tag. Im
Zuge der Schweinegrippe-Epidemie fürchtet Mühlbauer
nun, dass das Grippemittel viel zu großzügig
eingesetzt wird (Gefahr der Resistenzbildung und
Nebenwirkungen, vor allem bei Kindern)..."
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WHO-Informationen
zu Tamiflu gegen Schweinegrippe, 28.04.2009
WHO
hat Hinweise darüber, dass Oseltamivir (Tamiflu®)
gegen Schweinegrippe
wirkt. Bei Zanamivir (Relenza®) ist die Wirksamkeit
noch unklar.
Somit
sind die Therapiemöglichkeiten derzeit auf
Oseltamivir (Tamiflu®) begrenzt, zumal wenn viele
Menschen Oseltamivir (Tamiflu®) einnehmen, wird das
Schweinegrippe-Virus dagegen schnell Resistenz
entwickeln (Stand: 28.04.2009)
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Vogelgrippe
und Oseltamivir (Tamiflu®)
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Prepandrix®:
EMEA lässt ersten prä-pandemischen Impfstoff gegen Vogelgrippe zu,
22. Februar 2008. Mehr...
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Aktuelle Vogelgrippe-Therapie-Übersicht
Mehr..
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Roche-Informationen
vom 29. Januar 2004: Nach
Angaben von Roche
ist Oseltamivir (Tamiflu®) möglicherweise gegen
die Vogelgrippe (Avian Influenza Virus), die vor
allem in Ostasien grassiert, wirksam. In
vorklinischen Prüfungen sei Oseltamivir (Tamiflu®)
bei einem breiten Spektrum von Grippevirus-Stämmen
getestet worden, auch wenn derzeit die klinischen
Daten dafür fehlen.
Die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Empfehlungen
(4) zum Schutz von Arbeitskräften, die mit der
Massenschlachtung von Tierbeständen beschäftigt
sind, ausgesprochen.
WHO
rät zur Therapie von Personen, die in der
Massenschlachtung von Tierbeständen tätig sind,
bereits beim Verdacht auf Atemwegsinfektionen
Oseltamivir (Tamiflu®) einsatzbereit zu halten.
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