Europaweit
wurde Pegfilgrastim (Neulasta™ ) zur Therapie von
Patienten mit nicht-myeloischen onkologischen
Erkrankungen, die unter Chemotherapie Neutropenien entwickeln, zugelassen.
Pegfilgrastim ist
eine Weiterentwicklung von Filgrastim (Neupogen®)
und gehört ebenfalls wie Filgrastim
(Neupogen®
) zu der Gruppe der
Granulozytenkolonie-stimulierende Faktoren (G-CSF),
die die Bildung weißer Blutzellen stimulieren (Granulozyten) und
damit die Dauer schweren Neutropenien
unter Chemotherapie verkürzen. Im Vergleich zu Filgrastim (Neupogen®)
besitzt Pegfilgrastim (Neulasta®)
durch die pegylierte Formulierung eine längere Halbwertszeit.
Dosierung:
Pro Chemotherapiezyklus wird eine 6 mg Dosis (eine
einzelne Fertigspritze)
Pegfilgrastim (Neulasta®)
empfohlen, die als subkutane Injektion circa 24
Stunden nach einer zytotoxischen Chemotherapie
angewendet wird. Aufgrund unzureichender Daten wird
die Anwendung von Neulasta bei Kindern und
Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.
Nebenwirkungen:
Die Beobachtungszeit war bisher kurz, daher könnten
über die Nebenwirkungen nicht ausreichend Daten
gesammelt werden. Das bisherige Profil
der häufigsten Nebenwirkungen ist ähnlich
wie bei Filgrastim (Neupogen®): Muskelschmerzen,
Skelettschmerzen, Hautausschlag, Miktionsbeschwerden (Dysurie),
oder grippeähnliche Symptome.
Am
31. Januar 2002 erteilte die FDA die Zulassung für
Neulasta® (Pegfilgrastim)
zur Behandlung von Patienten mit nicht-myelotischen Malignomen,
die eine myelosupressive Chemotherapie erhalten. Ab
2003 soll die 6-mg-Injektion Pegfilgrastim in Europa erhältlich sein.