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Neue
Medikamente 2004
Eplerenon
(Inspra®): der erste selektive Aldosteron-Blocker zur
Behandlung der Herzinsuffienz nach
kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt
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Schlüsselwörter: Eplerenon,
Inspra, selektive Aldosteron-Blocker, Behandlung, Therapie,
Hypertonie, Bluthochdruck, Spironolacton, Diuretikum und
Herzinsuffienz.
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EMEA
hat die Zulassung von Inspra® (von Pharmaunternehmen
Pfizer) zur Behandlung der Herzinsuffienz nach
kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt mit dem Wirkstoff
Eplerenon erteilt.
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Indikation:
Eplerenon (Inspra®) wird zusätzlich zu einer
Standardtherapie, die Betablocker einschließt, zur
Verringerung des Risikos der kardiovaskulären
Mortalität und Morbidität bei stabilen Patienten mit
linksventrikulärer Dysfunktion (LVEF Q40 %) und
klinischen Zeichen einer Herzinsuffizienz nach
kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt angewendet
(Quelle: Fachinformation Pfizer)
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Eigenschaften:
Aldosteron bewirkt eine Natrium- und Wasserretention
in der Niere. Der bisherige Aldosteron-Antagonist
Spironolacton (Substanzklasse: Diuretikum) blockt die
Wirkung von Aldosteron in der Niere.
Seit
langer Zeit suchen Forscher nach neuen selektiven
Aldosteronantagonisten ohne die unerwünschten
antiandrogenen und progestagenen Nebenwirkungen von
Spironolacton (3).
Das
neue Medikament ist ein selektiver Aldosteron-Blocker,
Eplerenon (Inspra®) soll sich spezifischer an die
Mineralocorticoid-Rezeptoren binden.
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Wirkung:
In der Zulassungsstudie EPHESUS (1, Eplerenon
NeuroHormonal Efficacy and Survival Study) wurden 6632
Postinfarkt-Patienten mit eingeschränkter
linksventrikulärer Funktion (Ejektionsfraktion <
40 Prozent) bereits ab dem dritten bis zehnten Tag
nach dem Hezinfarkt zusätzlich zur Standardtherapie (ACE-Hemmer,
AT-II-Blocker, Beta-Blocker) entweder für Eplerenon
(Inspra®) oder Plazebo randomisiert.
Die
Patienten erhielten Eplerenon (zunächst 25 mg pro
Tag, dann steigerung auf maximal 50 mg täglich) oder
Plazebo zusätzlich zur konventionellen Therapie.
Die
Zusatztherapie mit Eplerenon (Inspra®) verringerte
signifikant die Mortalität und Morbidität im
Vergleich zur Plazebo-Gruppe (14.4% vs. 16.7%). Die
Rate der schweren Hyperkaliämien betrug in der
Eplerenon-Gruppe 5,5%, in der Plazebo-Gruppe 3,9%
(P=0.002).
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Nebenwirkungen:
Häufige Nebenwirkungen sind Hyperkaliämie,
Benommenheit, Hypotonie (niedriger Blutdruck),
Durchfall, Übelkeit, Nierenfunktionsstörungen.
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Für
weitergehende Informationen über Nebenwirkungen,
Konraindikationen und Gegenanzeigen siehe
Fachinformation von Pfizer.
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Fazit:
Das neue Medikament erweitert die
Therapiemöglichkeiten mit Aldosteronblocker bei
Patienten mit Herzinsuffienz nach kürzlich
aufgetretenem Herzinfarkt. In den USA ist Eplerenon
(Inspra®) auch zur Hypertonie-Behandlung zugelassen.
Eine
Studie in NEJM (2) hatte jedoch kürzlich gezeigt,
dass unter der Herzinsuffienz-Therapie mit
Spironolacton zu einer erhöhten Rate an
Hyperkaliämien kam. Dies wiederum führte zu einem
Anstieg der Zahl der Klinikeinweisungen aufgrund von
Hyperkaliämien. Viele Ärzte hätten in der Praxis
(nicht in einer Studie-Setting) die Kaliumspiegel
nicht engmaschig genug kontrolliert oder
Risikofaktoren für eine Hyperkaliämie nicht beachtet
(wie Nierenfunktionsstörung, Diabetes mellitus, die
Verordnung von (ACE-Hemmer), Betablockern,
nichtsteroidalen Antiphlogistika oder von Heparin). Es
ist ein gutes Beispiel, dass die kontrollierte Studien
mit ihren engmaschigen Kontrollmechanismen unter
Umständen ein anderes Ergebnis liefern können, als
die Erprobung der neuen Medikamente in der Praxis.
Diese
Erkenntnisse stellen die Ergebnisse der EPHESUS-Studie
nicht infrage. Es zeigt, jedoch dass, der Grat
zwischen Nutzen und Risiken schmal sein kann.
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Literatur
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Datum: 12.12.04
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Nachtrag |
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Aldosteron-Antagonist
Eplerenon (Inspra®) senkt Sterblichkeit bei milder Herzinsuffizienz,
14.11.2010.Mehr.. |
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