Wirkung
und Dosis: In einer amerikanischen
zulassungswichtigen Studie (1) wurden die Patienten in
einer Openlabel-Phase (8 bis 16 Wochen) auf 100 bis
200 mg pro Tag Lamotrigin eingestellt.
Die
unter Lamotrigin stabilisierte Patienten (463 von 966)
bekamen dann anschließend randomisiert 18 Monate
entweder Lamotrigin (50, 200 oder 400 mg pro Tag),
Lithium oder Placebo.
Der
primäre Endpunkt der Studie war ein Wiederauftreten
depressiver, manischer oder gemischter
Krankheitsphasen. Die Mediziner kommen nach Auswertung
der Daten zu der Schlussfolgerung, dass Lamotrigin und
Lithium der Plazebo bei der Prävention der
Stimmungsschwankungen bei bipolaren Störungen
überlegen sind.
Lamotrigin
war vorwiegend bei der Prävention depressiver
Episoden und Lithium zur Prävention manischer
Episoden wirksamer.
Die
Design der Studie (Aufnahme der Patienten in die
eigentliche Studie, wenn sie vorher in der Open-Label
Phase auf Lamotrigin angesprochen hatten) könnte das
positive Resultat für Lamotrigin verstärken.