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Bipolare
Störungen: Patienten mit bipolaren Störungen auch
manisch-depressive Erkrankung genannt, leiden unter
extremen Stimmungsschwankungen (zwischen "Himmel
hoch jauchzend und zu Tode betrübt"). Die
Emotionen und Stimmung kehren zwischen Depression
(Tiefphase) und Manie (Hochphase). Die Patienten sind
in der depressiven Episode Suizid gefährdet.
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Olanzapin
ist ein atypisches Neuroleptikum. Die atypische Neuroleptika
verursachen weniger extrapyramidale Symptomatik, als
die konventielle wie Haloperidol (Haldol®®).
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Olanzapin
(Zyprexa® von Liily Pharma) wurde bisher in
Deutschland unter dem Markennamen Zyprexa® zur
Therapie von Schizophrenie eingesetzt. Ende 2003 wurde
Olanzapin unter dem gleichen in Deutschland auch zur
Phasenprophylaxe bei bipolaren Störungen bei
Patienten zugelassen, deren manische Episode auf eine
Behandlung mit Olanzapin angesprochen hat.
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Zur
Prävention von bipolaren Störungen wurde in
Deutschland häufig Lithium oder Valproat eingesetzt.
Vor kurzem wurde mit Lamotrigin (Elmendos®)
ein weiteres Präparat zur Prävention von
Depressionen bei bipolaren Störungen zugelassen.
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Wirkmechanismus
von Olanzapin: Die angenommene beruht auf eine
Antagonisierung der Serotonin-5HT2-Rezeptoren im
Gehirn.
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Wirkung:
In einer zwölfmonatigen Zulassungstudie war Olanzapin
(Zyprexa®) zur Phasenpropyhlaxe bei Patienten mit
manischen Episoden Lithium statistisch nicht
unterlegen.
Die
Kombinationstherapie mit Lithium oder Valproat zur
Phasenprophylaxe bei Patienten mit manischen oder
gemischten Episoden bringt kein zusätzliches Nutzen.
Olanzapin
(Zyprexa®) kann auch mit Antidepressiva wie einem
selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
kombiniert werden.
Die
Zulassungstudien sind noch nicht vollständig
veröffentlicht. Daher ist eine Beurteilung der
klinischen Wirkung von Olanzapin zu dem jetzigen
Zeitpunkt nicht hinreichend möglich.
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Dosis:
Manische
Episoden: Die Anfangsdosis beträgt bei einer
Monotherapie 15 mg, einmal täglich und 10 mg einmal
täglich bei einer Kombinationstherapie (Lithium oder
Vaproat).
Phasenprophylaxe
bei bipolaren Störungen: Die empfohlene
Anfangsdosis beträgt 10 mg/Tag.
Die
durchschnittliche Dosis beträgt anschließend
zwischen 5 –20 mg/Tag.
Bei
Patienten,die Olanzapin zur Behandlung einer manischen
Episode erhalten haben, sollte die Behandlung zur
Vorbeugung eines Rezidivs mit derselben Dosis
fortgesetzt werden (Fachinformation)
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Nebenwirkungen:
Die häufigste Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit und
Gewichtszunahme (>10%). Darüber hinaus traten
anticholinergische Störungen wie orthostatische
Hypotonie, Mundtrockenheit, Verstopfung sowie
Funktionstörungen der Leber und extrapyramidale
Störungen wie Schwindelgefühl, Parkinsonismus und
Dyskinesie. Für weitergehende Informationen über
Nebenwirkungen, Konraindikationen und Gegenanzeigen
siehe Fachinformation von Lilly (www.zyprexa.de)
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Literatur:
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1-Tohen
M. et al., Efficacy of olanzapine in acute bipolar
mania: a double-blind, placebo-controlled study. The
Olanzipine HGGW Study Group. Arch Gen Psychiatry. 2000
Sep;57(9):841-9.
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2-Tohen
M et al: Efficacy of olanzapine and
olanzapine-fluoxetine combination in the treatment of
bipolar I depression. Arch Gen Psychiatry. 2003
Nov;60(11):1079-88.
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3-Tohen
M et al: Olanzapine versus divalproex sodium for the
treatment of acute mania and maintenance of remission:
a 47-week study. Am J Psychiatry. 2003
Jul;160(7):1263-71.
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Datum: 01.03.2004
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Nachtrag
zu Olanzapin (Zyprexa®)
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USA:
Lilly zahlt 500 Mio US-Dollar für Nebenwirkungen von
Zyprexa®, 5. Januar 2007: "-
Der amerikanische Pharmakonzern Lilly hat sich mit den
Anwälten von rund 18.000 Klägern auf die außergerichtliche
Zahlung von 500 Millionen US-Dollar geeinigt.
Gegenstand der Klagen waren die diabetogenen
Nebenwirkungen des Medikaments Zyprexa® mit dem
Wirkstoff Olanzapin, einem atypischen Antipsychotikum.
Es ist die zweite Einigung in dieser Angelegenheit. Im
Jahr 2005 hatte Lilly bereits 700 Millionen US-Dollar
an 8.000 Patienten gezahlt. Die Firma betont, dass die
Zahlungen freiwillig erfolgen. Ein kausaler
Zusammenhang zwischen der Einnahme des Medikaments und
einem Diabetes sei nicht zweifelsfrei bewiesen.
.." Lilly
and Plaintiffs' Attorneys Enter Into Agreements to
Settle Zyprexa® Product Liability Litigation
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