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Neue
Medikamente in Pipeline 2004
Bivalirudin
(Angiox™): Thrombin-Hemmer bei KHK und Katheter-Therapie
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Schlüsselwörter: Medikament,
Arzneimittel, Therapie, Behandlung, Bivalirudin,
Angiox, Thrombin-Hemmer, Herzinfarkt, KHK,
Katheter-Therapie, Antikoagulation bei
Katheterintervention und Hirudin-Analogon.
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Der
Hirudin-Analogon und direkte Thrombin-Hemmer
Bivalirudin (Angiox® vom Nycomed) kann das
Blutungsrisiko bei Patienten mit KHK (Koronare
Herzkrankheit) nach der Kathetertherapie verringern.
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Bivalirudin
ist in den USA für die Katheterintervention bereits
zugelassen und wurde im Oktober 2004 auch in
Deutschland als Angiox® auf den Markt kommen. Der
Thrombin-Hemmer hat eine Halbwertszeit von nur 25
Minuten und kann die antithrombotische Therapie bei
perkutaner Koronarintervention vereinfachen.
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Indikation:
Antikoagulans für Patienten, die sich einer
perkutanen Koronarintervention (PCI) unterziehen.
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Eigenschaften:
Der Hirudin-Derivat Bivalirudin (Angiox®) hat eine
Halbwertszeit von 25 Minuten und hemmt das Thrombin.
Monitoring der Gerinnungswerte ist unter Bivalirudin (Angiox®)
nicht notwendig. Ein Antidot existiert bisher nicht.
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Dosis:
In der REPLACE-2-Studie wurde BBivalirudin (Angiox®)
vor Beginn der Katheterintervention als Bolus
verabreicht (0,75 mg/kg), und danach als
Infusionstherapie für die Dauer der Intervention
(1,75 mg/kg).
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Wirkung:
In der REPLACE-2 mit über 6000 Patienten wurde
Bivalirudin (Angiox®) mit unfraktioniertem Heparin (UFH)
verglichen.
Ein
Arm der Patienten wurde für Bivalirudin randomisiert,
bei einer Komplikation (wie z.B.: Zielgefäss
verschlossen, ein neuer Thrombus, distale Embolisation,
klinische Instabilität, nicht geplante Stentanlage),
die es bei sieben Prozent gab, erhielten sie
zusätzlich einen GPIIb/IIIa-Rezeptorhemmer.
Die
Patienten in dem anderen Arm der Studie wurden mit
einer Kombination aus UFH und GPIIb/IIIa-Rezeptorhemmer
behandelt.
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Nebenwirkungen:
Sowohl leichte als auch schwere Blutungen traten unter
Bivalirudin (Angiox®) signifikant seltener auf als in
der Vergleichsgruppe unter Heparin plus GPIIb/IIIa-Inhibitor
(33% vs. 49%). Etwa jede zehnte Blutung war klinisch
signifikant. Zu starken Blutungen kam es am
häufigsten im Punktionsbereich der arteriellen
Schleuse (Fachinformation). Für weitere
Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und Komplikationen siehe
Fachinformation.
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Fazit:
Insgesamt zeigten die Daten von REPLACE-2, dass es in
der Bivalirudin-Gruppe, im Vergleich zur Gruppe mit
unfraktioniertem Heparin (UFH-Gruppe), zu weniger
Blutungen bei gleicher Wirksamkeit kam. Ein Monitoring
der Gerinnungswerte ist unter Bivalirudin (Angiox®)
nicht notwendig, was sicherlich ein weiterer Vorteil
ist. Bei Patienten mit heparininduzierte
Thrombozytopenie (Verringerung der Bluttplättchen)
kann Bivalirudin (Angiox®) als Alternative bei PCI´s
eingesetzt werden.
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Literatur:
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Datum: 20.01.05
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Nachtrag
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Bivalirudin (Angiox™): Thrombininhibitor verspricht sicherere Antithrombose
bei akutem Koronarsyndrom, Freitag, 24. November 2006. Mehr...
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