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Seit
September 2004 ist Pregabalin (Lyrica® von Pfizer)
bei Epilepsie und peripheren neuropathischen Schmerzen
in Deutschland zugelassen.
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Besonderheiten:
Pfizer hebt insbesondere die schnelle Wirkungseintritt
von bereits innerhalb von zwei Tagen von Pregabalin (Lyrica®)
hervor.
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Eigenschaften:
Pregabalin (Lyrica®) ist chemisch mit dem
Antiepileptikum Gabapentin (Neurontin®) verwandt.
Wie
Gabapentin hat Pregabalin (Lyrica®) eine strukturelle
Ähnlichkeit mit Gammaaminobuttersäure (GABA). GABA
ist ein wichtiges hemmendes Neurotransmitter im
Gehirn. Pregabalin (Lyrica®) soll sich an eine
Untereinheit von spannungsabhängigen Kalziumkanälen
im zentralvenösen Nervensystem binden und dadurch die
Freisetzung stimulierender Neurotransmitter vermindern
und eine Beruhigung des hyperaktiven Schmerzsystems
einleiten.
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Indikation:
Therapie der peripheren neuropathischen Schmerzen und
im Bereich Epilepsie als Zusatztherapie von partiellen
Anfällen mit und ohne sekundäre Generalisierung.
Beide Indikationen gelten für Erwachsenenalter.
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Wirkung
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Neuropathische
Schmerzen: Die Wirksamkeit von Pregabalin (Lyrica®)
wurde in Studien (bis zu 13 Wochen Dauer) bei
Patienten mit diabetischer Neuropathie und
postherpetischer Neuralgie überprüft (3,4).
In
den Studien kam es bei 35 % der mit Pregabalin
behandelten Patienten und bei 18 % der Patienten unter
Plazebo zu einer 50%igen Verbesserung des
Schmerzscores.
Ein
Vorteil der 600mg-Dosierung gegenüber 300mg-Dosierung
lässt sich aus den Studien nicht ableiten.
In
den Zulassungstudien wurde Pregabalin (Lyrica®) mit
Placebo verglichen. Vergleichsstudien mit anderen
Mitteln wie Carbamazepin (Tegretal®) , die bei
neuropathischen Schmerzen eingesetzt werden, fehlen.
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Epilepsie:
Pregabalin (Lyrica®) wurde in klinischen über
jeweils 12 Wochen bei partiellen Anfällen als
Zusatztherapie zur bestehenden antiepileptischen
Therapie -in der Regel Carbamazepin (Tegretal) und
oder Lamotrigin (Lamictal)- untersucht.
Die
Wirksamkeit von Pregabalin war dabei dosisabhängig.
In der 600mg-Dosierung-Gruppe waren die meisten
Responder, gefolgt von der 300mg-Gruppe und
150mg-Gruppe.
Bei
der 600-mg-Dosierung lag die Responderrate in der
Pregabalin-Gruppe bei 43,5 Prozent der Patienten (2)
und in der Plazebo-Gruppe bei 6,2% an. Klinisches
Ansprechen wurde dabei als Abnahme der
Anfallshäufigkeit um mindestens die Hälfte
definiert. Eine Reduktion der Anfallshäufigkeit wurde
innerhalb der ersten Woche beobachtet.
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Dosis:
Die Pregabalin-Behandlung kann mit einer Tagesdosis
von 150 mg begonnen werden. Entsprechend dem
Ansprechen und der individuellen Verträglichkeit,
kann die Dosis nach bis 7 Tagen auf 300 mg täglich
erhöht werden. Bei Bedarf kann die Dosis nach
weiteren 7 Tagen auf eine Höchstdosis von 600 mg
täglich gesteigert werden. Die Dosis muss bei
Nierenfunktionsstörung angepasst werden (Quelle:
Fachinformation Pfizer)
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Nebenwirkungen
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Vor
allem die Benommenheit und Schläfrigkeit verhinderten
in den Studien eine weitere Aufdosierung bzw. führten
zu einem Teilnahmeabbruch. Die Nebenwirkungen auf das
zentralvenösen System nehmen oberhalb von 150mg/d zu
(2).
In
Studien wird eine euphorisierende Wirkung unter Lyrica®
beschrieben. Beim Absetzen können
Entzugserscheinungen auftreten.
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Sehr
häufige NW: Die sehr häufige Nebenwirkungen
sind Benommenheit, Schläfrigkeit.
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Häufige
NW: Die häufige Nebenwirkungen sind
gesteigerte Appetit, Euphorie, Verwirrung,
verringerteLibido, Reizbarkeit, Ataxie (Gangstörung),
Aufmerksamkeitsstörungen, Koordinationsstörungen,
Gedächtnisstörungen, Tremor (Zittern), Dysarthrie
(Sprechstörung), Parästhesie (Mißempfindungen),
verschwommenes Sehen, Diplopie (Doppeltsehen),
Schwindel, Mundtrockenheit, Verstopfung,
Potenzstörungen, Müdigkeit, Ödeme und
Gewichtszunahme.
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Langzeitdaten
zur Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht
vorhanden.
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Für
weitergehende Informationen über Nebenwirkungen,
Konraindikationen und Gegenanzeigen siehe
Fachinformation von Pfizer.
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Literatur
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1-Brodie
MJ.: Pregabalin as adjunctive therapy for partial
seizures. Epilepsia. 2004;45 Suppl 6:19-27.
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2-Arroyo
et al: Pregabalin add-on treatment: a randomized,
double-blind, placebo-controlled, dose-response study
in adults with partial seizures. Epilepsia. 2004
Jan;45(1):20-7.
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3-
Sabatowski
R et al: Pregabalin reduces pain and improves sleep
and mood disturbances in patients with post-herpetic
neuralgia: results of a randomised, placebo-controlled
clinical trial. Pain. 2004 May;109(1-2):26-35.
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4-
Rosenstock
J et al: Pregabalin for the treatment of painful
diabetic peripheral neuropathy: a double-blind,
placebo-controlled trial. Pain. 2004
Aug;110(3):628-38.
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Datum: 01.11.04
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Nachtrag
zu Lyrica
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Zwei aktuelle Studien: Pregabalin (Lyrica)
gegen Neuropathie nicht wirksam, 04.05.2012.
Mehr.. |
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Pregabalin (Lyrica®):
Starke Zunahme der Verordnungen trotz fraglichem
Nutzen/Schaden-Verhältnis und
Abhängigkeitspotenzial, 5/2011.
Mehr.. |
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Pregabalin
(Lyrica®) für chronische Prostatitis oder chronische Beckenschmerzen,
2010. Mehr.. |
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Pregabalin (Lyrica®) zur Behandlung HIV-assoziierter Neuropathie, 2010.
Mehr..
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US-Schmerzforscher
soll 21 Studien gefälscht haben, 03/2009
"Ein namhafter US-Experte zur Behandlung von
postoperativen Schmerzen soll in großem Stil
wissenschaftliche Studien gefälscht haben...." (Quelle:
Ärzteblatt)
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Pregabalin
(Lyrica®): Antiepileptikum lindert Beschwerden bei
Fibromyalgie - US-Zulassung, 22. Juni 2007
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Pregabalin
(Lyrica®) wird in Kürze die Zulassungserweiterung
für generalisierte Angststörungen bei Erwachsenen
erwartet, 16.03.2006
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FDA
läßt Pregabalin bei Neuralgien zu, 08.02.05
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