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Neue
Medikamente 2005
Topiramat
(Topamax® Migräne) zur Migräne-Prophylaxe
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Schlüsselwörter:
Therapie, Behandlung, Topiramat, Topamax, Migräne,
Kopfschmerzen, Antiepileptikum, Medikament und Arznei
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Das
Antiepileptikum Topiramat (Topamax® von Janssen-Cilag)
ist in 2005 in Deutschland zur Migräneprophylaxe
zugelassen.
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Eigenschaften:
Topiramat (Topamax®) ist ein Monosaccharid-Sulfamat
mit vermutlich zustandsabhängige Blockade der
spannungsabhängigen Na-Kanäle und Erhöhung der
GABA-Aktivität an bestimmten GABA-Rezeptoren. Die
Hauptwirkung entfaltet Topiramat im
Zentralnervensystem. (Fachinformation)
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Indikation:
Zur Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen bei
Erwachsenen, wenn eine Therapie mit Betablockern nicht
indiziert ist, nicht erfolgreich war oder nicht
vertragen wurde.
In
der Akutbehandlung von Migräne-Kopfschmerzen ist
Topiramat (Topamax® Migräne) nicht untersucht worden
(Fachinformation)
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Dosis:
Beginn der Dosierung in der ersten Woche mit 25 mg
Topiramat/Tag abends. Anschließend sollte die Dosis
jede Woche um 25 mg Topiramat/Tag erhöht werden.
Die
übliche Dosis liegt bei 50–100 mg Topiramat/ Tag.
Falls eine Behandlungsende geplant ist , sollte
Topiramat schrittweise reduziert werden
(Fachinformation)
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Wirkung
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In
einer Studie in JAMA (1) mit einer Dauer von 26 Wochen
wurden 468 Patienten im Alter von 12 bis 65 Jahren für
Placebo, 50, 100 oder 200 mg Topiramat/Tag
randomisiert. Patienten müssten als Aufnahmekriterien
länger als 6-Monate unter Migräne leiden und
zwischen 3 und 15 Tagen im Monat Kopfschmerzen haben.
Ein Ausschlusskriterium war Kopfschmerzen in mehr als
15 Tagen im Monat. Die Ansprechrate für die einzelnen
Gruppen war: 50mg-Gruppe (39%), 100-mg-Gruppe (49%),
200mg-Gruppe (47%) und Placebo-Gruppe (23%). Die
Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass Topiramat mit
einer Ansprechrate von ca. 50 Prozent mindestens so
effektiv ist wie Propranolol (Dociton®), Amitriptylin
(Saroten®) oder Valproat (Ergenyl®).
Bei all diesen positiven Daten
stellt die hohe
Ausscheidungsrate der Teilnehmer um 40% einen
erheblichen Schönheitsfehler dar. Vor allem die Parästhesien
und Müdigkeit führen häufig zum Abbruch. Laut den
Autoren der Studie, wenn die Dosis des Medikaments
noch langsamer gesteigert als in dieser Studie
gesteigert wurde, könnte die Nebenwirkungsrate möglicherweise
verringert werden.
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Eine
weitere Studie in Journal of Neurology (2) unter der
Federführung des Essener Neurologen Prof. Diener
verglich Topiramat (Topamax®) bei der Migräne-Prophylaxe-Behandlung
mit Propranolol (Dociton®), und kam zu dem Ergebnis,
dass die Wirkung von Topiramat (100mg/Tag) und
Propranolol (160mg/Tag) vergleichbar sind.
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Nebenwirkungen
bei der Migräne-Prophylaxe-Behandlung
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Sehr häufige
Nebenwirkungen (über 10%) sind Müdigkeit, Schwindel,
Parästhesie, Appetitlosigkeit, Übelkeit,
Geschmacksveränderung und Durchfall.
Unter
Topiramat kann besonders in der Anfangsphase der
Therapie zu Schwindel, Schläfrigkeit
und
ähnlichen Symptomen kommen. Dadurch kann die Fähigkeit
zur Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von
Maschinen beeinträchtigt werden (Fachinformation).
Für
weitergehende Informationen über Nebenwirkungen,
Konraindikationen und Gegenanzeigen siehe
Fachinformation von Janssen-Cilag
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Anmerkung:
Topiramat (Topamax®) scheint sich zur Allzweckwaffe zu
entwickeln. Es gibt Studien, in denen Topiramat
(Topamax®)
bei Alkoholismus-Therapie oder gegen Rauchen
eingesetzt wird (3,4).
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Jan
Lewis Brandes et al: Topiramate for Migraine
Prevention. JAMA 2004; 291: 965-973
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Diener
et al: Topiramate in migraine prophylaxis--results
from a placebo-controlled trial with propranolol
as an active control. J Neurol. 2004
Aug;251(8):943-50.
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Topiramat
(Topamax): Alkoholismus-Therapie mit
Antiepileptika
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Topiramat
(Topamax®): Antiepileptika gegen Nikotinsucht und
Rauchen
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Topiramat:
ausführliche Informationen bei
Psychiatrie-Aktuell
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Datum: 14.01.2006
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Nachtrag
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Topiramat (Topamax): Antiepileptikum mildert
Alkoholabhängigkeit, 2007 . Mehr...
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