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Neue
Medikamente 2005
Zonisamid
(Zonegran®) bei partiellen Anfällen
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Schlüsselwörter: Medikament,
Arzneimittel, Therapie, Behandlung, Zonisamid, Anfall,
Zonegran, Epilepsie, Zonisamide, Anfallsleiden, partielle
fokale Anfälle.
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Zonisamid
(Zonegran® von Eisai) ist jetzt seit Mitte 2005 in
Deutschland zugelassen.
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Anwendung:
Zonegran® ist indiziert als Zusatztherapie für
die Behandlung erwachsener Patienten mit partiellen
Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung
(Fachinformation)
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Eigenschaften:
Zonisamid ist ein Benzisoxazol-Derivat,
chemisch mit Sulfonamiden verwandt. Der
Wirkungsmechanismus von Zonisamid ist nicht vollständig
geklärt. Man geht davon aus, dass Zonisamid auf
Natrium und Kalziumkanäle wirkt und damit die
synchronisierte neuronale Entladung unterbricht,
wodurch die Verbreitung von Krampf-Entladungen
reduziert werden (Fachinformation und EMEA).
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Wirkung:
Die Zulassung von Zonisamid
(Zonegran®) beruht hauptsächlich auf die Ergebnisse
aus vier doppelblinden
placebokontrollierten
Studien an etwa 500 Patienten mit einer Dauer von bis
zu 24 Wochen. Zonisamid (Zonegran®) wurde mit einer
anhaltenden Wirksamkeit in Dosierungen von 300 bis 500
mg/Tag verabreicht. Diese Studien zeigten, dass
Zonisamid (Zonegran®) die Häufigkeit partieller Anfälle
reduzierte.
Die
Studie in Epilepsia (2) mit 351 Patienten, die trotz
Einnahme anti-epileptischer Medikamente unter
partiellen Anfällen leideten, zeigt während einer
Dauer von 24 Wochen eine Reduktion der Anfallshäufigkeit
in der Zonisamide-Gruppe (51%) im Vergleich zur
Placebo-Gruppe (16.3%).
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Dosierung:
Zonisamid (Zonegran®) muss der bestehenden Therapie
hinzugefügt werden. Eine Dosierung von 300 mg bis 500
mg täglich sollte auf der Grundlage der klinischen
Wirksamkeit auftitriert werden. Als anfängliche
Tagesdosis wird 50mg, aufgeteilt in zwei Einzeldosen,
empfohlen (Fachinformation).
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Nebenwirkungen
(NW)
Unter
Zonisamid (Zonegran®) kommt es sehr häufig zu
psychischen und neurologischen Störungen. Die
Verwandschaft mit Sulfonamiden macht sich in dem häufigen
Vorkommen von allergischen Reaktionen und
gelegentlichem Auftreten von Nierensteinen
bemerkbar.
Sehr
häufige NW:
Anorexie
(Ernährungstörung)
Psychiatrische
Erkrankungen: Agitiertheit, Reizbarkeit,
Verwirrungszustand, Depression
Erkrankungen
des Nervensystems: Ataxie (Koordinationsstörungen),
Schwindel, Gedächtnisbeeinträchtigung, Schläfrigkeit
Augenerkrankungen:
Diplopie (Doppeltsehen)
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Für
weitergehende Informationen über Nebenwirkungen,
Konraindikationen und Gegenanzeigen siehe
Fachinformation von Eisai
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Fazit:
In den zulassungsrelevanten Studien scheint Zonisamid
(Zonegran®) als Zusatztherapie bei partiellen Anfällen
wirksam zu sein. Ein problematischer Punkt unter
Alltagsbedingungen könnte das sehr häufige Vorkommen
von psychiatrischen und neurologischen Nebenwirkungen
sein, die das Compliance der Patienten erschweren dürfte.
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-
EMEA
Informationen zu Zonegran (Zonisamid)
-
Brodie,
MJ et al: Dose-dependent safety and efficacy of
zonisamide: a randomized, double-blind,
placebo-controlled study in patients with
refractory partial seizures. Epilepsia. 2005
Jan;46(1):31-41
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Datum: 11.01.2006
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Nachtrag
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Zonisamid:
Antiepileptikum als Hilfe zum Abnehmen?
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