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Neue
Medikamente 2008
Vildagliptin
(Galvus®):
DPP-4-Hemmer bei Diabetes
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Schlüsselwörter: Galvus, Medikament,
Arzneimittel, Therapie, Behandlung, Vildagliptin,
DPP-4-Hemmer, Diabetes, Inkretin-Mimetika,
Vildagliptine, Inkretin-Mimetikum, Inkretine,
Glucagon-like
Peptide-1, GLP-1, GIP, Gastric Inhibitory Peptide,
Diabetes Mellitus, Glukose, Zucker, Insulin,
Übergewicht, Adipositas, Blutzuckerspiegel Peptid den
Appetit, Reduktion, Magenentleerungszeit und
Beta-Zell-Masse.
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DPP-4-Hemmer Vildagliptin
(Galvus® von Novartis) ist seit
2008 zur Diabetestherapie in Deutschland zugelassen. Vor
Vildagliptin (Galvus®) kam 2007 mit Sitagliptin
(Januvia vom MSD) der erste DPP-4-Hemmer auf den
Handel.
Auf
dem Markt ist der Vildagliptin als Monopräparat (Galvus®),
oder als Kombinationspräpat mit Metformin (Eucreas®)
erhältlich.
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Unter
Vildagliptin (Galvus®) soll es bei der langfristigen
Blutzuckerkontrolle vergleichsweise seltener zu
Hypoglykämien (Unterzuckerung) kommen. Schwere
Hypoglykämien sollen praktisch nicht auftreten (Quelle:
EMEA, Fachinformation).
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Anwendung
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Vildagliptin
(Galvus®) wird zur Behandlung von Typ-2-Diabetes
(nicht insulinabhängigem Diabetes mellitus)
angewendet. Die Zulassung beschränkt sich auf die Add-On-Therapie.
Es wird zusammen mit anderen Antidiabetika (im Rahmen
einer so genannten Zweifach-Kombinationstherapie)
angewendet, wenn der Diabetes des Patienten durch das
andere Arzneimittel allein nicht ausreichend
kontrolliert werden kann. Vildagliptin (Galvus®) kann
mit Metformin, einem Glitazon oder einem
Sulfonylharnstoff angewendet werden, wird jedoch in
Kombination mit einem Sulfonylharnstoff nur bei
Patienten eingesetzt, die Metformin nicht einnehmen können
(1)
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Hintergrundinfos
und Eigenschaften
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Das
natürliche Glucagon-like Peptide-1 (GLP-1), das im
Darm gebildet wird, steigert glukoseabhängig die
Insulinfreisetzung.
Dabei
gibt es mit GLP-1-Analoga (Inkretin-Mimetika) und
DPP-4-Hemmer zwei Substanzgruppen, die bereits bei Diabetes
in klinischen Studien eingesetzt werden.
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Vildagliptin
(Galvus® vom Novartis) ist ein DPP-4-Hemmer und blockt das Enzym DPP IV
(Dipeptidyl Peptidase
IV), das normalerweise im Darm GLP-1 inaktiviert.
Dadurch wird der Spiegel vom GLP-1-Peptid
erhöht.
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Spitzenspiegel
von Vildagliptin
(Galvus®) im Blut werden nach ca. 1,5 Stunden
nach Einnahme erreicht.
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Dosierung
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Bei
der Kombination mit Metformin oder einem Glitazon
nehmen Patienten je eine Tablette 50mg
Vildagliptin (Galvus®) morgens und abends unabhängig
von einer Mahlzeit. Im Falle einer Kombination mit
einem Sulfonylharnstoff nur eine eine Tablette 50mg
Vildagliptin (Galvus®) morgens.
Die
maximale Tagesdosis beträgt 100mg.
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Nebenwirkung
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Die
häufigste Nebenwirkung von Galvus (beobachtet bei 1
bis 10 von 100 Patienten) ist Schwindel.
Galvus
wird nicht empfohlen bei Patienten, die unter
mittelschweren oder schweren Nierenproblemen leiden,
u. a. bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz,
die sich einer Hämodialyse (Blutwäsche) unterziehen.
Galvus wird bei Patienten mit Leberproblemen nicht
empfohlen. Bei Patienten im Alter über 75 Jahren
sollte Galvus mit Vorsicht angewendet werden (1).
Für
weitergehende Informationen über Nebenwirkungen,
Konraindikationen und Gegenanzeigen siehe Fachinformation
von Novartis.
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Wirkung
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Bei
den drei Zulassungsstudien kam es unter Vildagliptin (Galvus®)
als Add-On-Therapie zu einer HbA1c-Senkung zwischen
0,6% und 1% gegenüber dem Ausgangswert. Die Laufzeit
der Studien betrug 24 Wochen.
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Literatur
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EMEA-Grundlageninformationen
über Vildagliptin (Galvus®)
-
Vildagliptin
(Galvus®), PZ
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Novartis:
VILDAGLIPTINE - DPP-IV INHIBITOR / ORAL
ANTIDIABETIC AGENT
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Datum: 16.06.08
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Nachtrag
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