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Neue
Medikamente 2006
Targin®:
Oxycodon und
Naloxon als Fixkombination bei Schmerztherapie, 2006
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Schlüsselwörter: Schmerzen,
Opioid, Targin, Opioid-Antagonist, Oxycodon, Naloxon,
Fixkombination, morphin, Schmerztherapie, Medikament,
Arzneimittel, Therapie, Behandlung,
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Hintergrundinformation:
Opioide („opium ähnlich“) sind Arzneimittel, die
bei starken Schmerzen angewendet werden. Wichtigste
Substanz in Deutschland ist Morphin. Sie haben jedoch
unter anderem häufig die Nebenwirkung Obstipation
(Darmverstopfung).
Im folgenden stellen wir das neue Präparat Targin®
vor, das aufgrund einer neuen Fixkombination unerwünschte
Wirkungen auf den Darm vermieden werden sollen.
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Die
neue Fixkombination Targin® aus dem retardiertem Opioid
Oxycodon und retardierten Opioid-Antagonisten Naloxon
wurde in 2006 im Fast-Track-Verfahren
(Schnellverfahren) in Deutschland zugelassen.
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Anwendung:
Starke bis sehr starke Schmerzen. Der Naloxon-Anteil
in der fixen Kombination mit Oxycodon dient der
Therapie und/oder Prophylaxe einer opioidinduzierten
Verstopfung der Darmtätigkeit (Fachinformation).
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Dosierung:
Targin-Retardtabletten sind für die orale Anwendung
bestimmt. Die Anfangsdosis für nicht-opioidgewöhnte
Patienten beträgt im Allgemeinen 10/5 mg Oxycodon/Naloxon
alle 12 Stunden. Dafür
steht
Targin 10/5 mg Retardtabletten zur Verfügung
(Fachinformation).
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Nebenwirkungen:
Bei dem Opioid Oxycodon sind die folgenden
Nebenwirkungen grundsätzlich bekannt: Atemdepression,
Miosis (Engstellung der Pupitllen, Bronchospasmus
(Atemwegsbeschwerden) und Spasmen der glatten
Muskulatur sowie Dämpfung des Hustenreflexs.
Die
sehr häufigen Nebenwirkungen von Oxycodon: Sedierung
(Somnolenz bis zu getrübtem Bewusstseinszustand),
Schwindelgefühl, Kopfschmerz, Übelkeit, Erbrechen,
Obstipation (Verstopfung), Pruritus (Juckreiz)
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Wirkung:
Die fixe Kombination von Opioid Oxycodon mit dem
Opioid-Antagonisten Naloxon wirkt bei Patienten mit
chronischen starken bis sehr starken Schmerzen. Der
Opioid-Antagonist (Gegenspieler von Morphin und Co.)
Naloxon hat einen hohen First-Pass-Effekt und wirkt
systemisch kaum. Somit kann Naloxon die Opioid-Wirkung
von Oxycodon im Darmbereich neutralisieren und der
bekannten Opioid-Nebenwirkung Verstopfung aufheben,
ohne die systemische Schmerzstillende Wirkung von
Oxycodon zu beeinträchtigen.
In
den bisherigen klinischen Studien wurden nur solche
Patienten auf Targin-Retardtabletten umgestellt, die
zuvor auf Oxycodon eingestellt wurden. Für die
Umstellung von anderen Schmerzmitteln auf Targin
Retardtabletten liegen bislang keine klinischen
Erfahrungen vor. Es wäre wünschenswert, wenn auch
hier Daten vorliegen würden, da in Deutschland
Morphin (MST) bei ähnlicher Indikation am meisten
eingesetztes Medikament ist.
Einzelne
Studien haben gezeigt, dass zwar Naloxon per os die
Obstipation-Symptomatik bessert, aber dass es darunter
selbst bei niedrigen Dosen es zu einer Abschwächung
der analgetischen Wirkung der Opioide (3) und zu einer
Entzugssymptomatik (2,4) kommen kann. Daher wären
niedrige Anstiegsdosen, die langsam gesteigert werden
können, empfehlenswert.
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Für
weitergehende Informationen über Nebenwirkungen,
Konraindikationen und Gegenanzeigen siehe
Fachinformation von Mundipharma.
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Literatur
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Ein
erfolgreiches Duo: Oxycodon und Naloxon,
24.10.2006
-
Tofil
et al: The use of enteral naloxone to treat
opioid-induced constipation in a pediatric
intensive care unit.
Pediatr Crit Care Med. 2006 May;7(3):252-4.
-
Liu
et al: Low-dose oral naloxone reverses
opioid-induced constipation and analgesia.
J Pain Symptom Manage. 2002 Jan;23(1):48-53.
-
Sykes
et al: An investigation of the ability of oral
naloxone to correct opioid-related constipation in
patients with advanced cancer. Palliat Med. 1996
Apr;10(2):135-44
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Datum: 20.12.2006
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Nachtrag
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