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Neue
Medikamente 2007
Maraviroc
(Celsentri®): CCR5-Blocker bei AIDS/HIV, 2007
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Maraviroc
(Celsentri® von Pfizer), der erste
CCR5-Rezeptor-Blocker zur antiretroviralen
Kombinationstherapie bei HIV-Krankheit, ist in
Deutschland 2007 zugelassen. Maraviroc (Celsentri®)
ist oral verfügbar. Maraviroc (Celsentri®) wirkt nur
gegen eine bestimmte Form der HI-Viren, den
CCR5-tropen oder R5-Viren (siehe Wirkmechanismus).
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Anwendung:
Maraviroc (Celsentri®) ist angezeigt in Kombination
mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zur
Therapie vorbehandelter Erwachsener, bei denen
ausschließlich CCR5-trope HI-Viren Typ-1 (HIV-1)
nachgewiesen wurden (Fachinformation).
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Wirkungsmechanismus:
Maraviroc (Celsentri®) versperrt dem HI-Virus
sozusagen den Weg. Der Rezeptor CCR5 ist eine der
Eintrittspforten der HI-Viren in die Zelle. Maraviroc
antagonisiert den Ko-Rezeptor CCR5 auf der Oberfläche
von CD4-Zellen und hemmt somit indirekt das Eindringen
der HI-Viren in die CD4-Lymphozyten.
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Dosierung
für Erwachsene: Die empfohlene Dosierung von
Celsentri® beträgt 150 mg, 300 mg oder 600 mg
zweimal täglich in Abhängigkeit von Interaktionen
mit der gleichzeitig angewendeten antiretroviralen
Therapie und mit anderen Arzneimitteln. Die weiteren
ausführlicheren Informationen können vom
Fachinformation entnommen werden (Fachinformation).
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Wirkung:
Wichtige Daten zu Maraviroc (Celsentri®) lieferten
die MOTIVATE-Studien (2), die noch nicht veröffentlicht
sind, aber deren Zwischen-Ergebnisse in Conference on
Retroviruses and Opportunistic Infections (CROI 2007)
in Los Angeles vorgestellt wurden. Dabei wurde
Maraviroc (Celsentri®) wurde über 24 Wochen an
Patienten eingesetzt, die mit R5-Viren infiziert
waren. Die Dosierung betrug einmal oder zweimal 300mg
Maraviroc (Celsentri®) taglich. Alle Patienten
erhielten zusätzlich eine Basistherapie aus drei bis
sechs anderen antiretroviralen Medikamenten. Nach den
Zwischen-Ergebnissen der Motivate-Studien soll unter
Maraviroc die Viruslast signifikant reduziert und die
CD4-Zahlen deutlich gestiegen sein.
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Nebenwirkungen:
Die häufigste
Nebenwirkung war: Übelkeit.
Die
häufigen Nebenwirkungen sind Leberfunktionsstörungen,
Gewichtsverlust, Schwindelgefühl, Parästhesie,
Beeinträchtigung, des Geschmackssinns, Schläfrigkeit,
Husten, Magen-Darm-Beschwerden, Hautausschlag,
Juckreiz, Muskelkrämpfe, Rückenschmerzen,
Kraftlosigkeit und Schlaflosigkeit.
Für
weitergehende Informationen über Nebenwirkungen,
Konraindikationen und Gegenanzeigen siehe Fachinformation
von Pfizer.
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Fazit:
Nach bisherigen Daten soll Maraviroc (Celsentri®) als
Kombinationstherapie mit anderen antiretroviralen
Substanzen bei HIV wirksam sein, die Viruslast senken
und CD4-Zahlen erhöhen.
Maraviroc
(Celsentri®) hat derzeit ein Reservestatus. Das neue
Medikament soll bei erfolglos vorbehandelten
HIV-Patienten eingesetzt werden, bei denen ausschließlich
CCR5-trope HI-Viren Typ-1 (HIV-1) nachgewiesen wurden.
Die
bisherigen Studien-Ergebnisse sind noch nicht vollständig
veröffentlicht, die Langzeit-Daten fehlen noch.
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Literatur
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1-EMEA-Informationen
über Maraviroc (Celsentri®)
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2-Vorstellung
der MOTIVATE-Studien (2) in Conference on Retroviruses
and Opportunistic Infections (CROI 2007) in Los
Angeles – Zulassung in den USA möglicherweise noch
in 2007:
“Das
oral verfügbare Maraviroc antagonisiert den
Ko-Rezeptor CCR5 auf der Oberfläche von CD4-Zellen.
Der Wirkstoff greift also nicht das Virus selbst an.
Sein Ansatzpunkt liegt vielmehr auf der Oberfläche
der Zielzelle....“ Mehr
im Ärzteblatt...
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Datum: 19.11.07
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Nachtrag
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Maraviroc (Celsentri®): Studienergebnisse zu neuem
HIV-Medikament, 2. Oktober
2008. Mehr..
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Schlüsselwörter:
Maraviroc, CCR5-Blocker, Hemmer, Aids, Hiv, Medikament,
Arzneimittel, Therapie, Behandlung,
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