|
| |
|
Neue
Medikamente in Pipeline 2007
Cervarix®:
ein weiterer Impfstoff zur Zervixkarzinom-Impfung, 2007
|
|
Cervarix® (vom Pharmaunternehmen GSK) ist zur Vorsorge von
Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) in Deutschland
seit Ende 2007 in Deutschland auf dem Markt. Cervarix®
ist der zweite Impfstoff nach Gardasil®,
das für diese Indikation in Deutschland zugelassen
ist.
|
|
Wirkmechanismus:
Bekanntlich spielen die humanen Papillomaviren (HPV)
eine wichtige Rolle bei der Entstehung des
Zervixkarzinoms. Der neue Impfstoff Cervarix® schützt
Patientinnen vor der Infektion mit den zwei häufigsten
onkogenen HP-Viren, den Typen 16 und 18.
|
|
Cervarix®
ist für Mädchen und Frauen zwischen 10 und 25 Jahren
zugelassen. Im Gegensatz zu Gardasil schützt
Cervarix® nicht vor Condylomata
acuminata (Feigwarzen), die vorwiegend durch die
in Gardasil vorhandenen HPV-Typen 6 und 11 verursacht
wird.
|
|
Anwendung:
Cervarix ist zur Prävention von hochgradigen
intraepithelialen Neoplasien der Zervix (CIN6,
Grad 2 und 3) und Zervixkarzinomen bestimmt, die durch
die Typen 16 und 18 des humanen Papillomvirus (HPV)
verursacht werden.
|
|
Dosierung:
Das empfohlene Impfschema ist 0, 1, 6 Monate. Es ist
noch nicht bekannt, ob eine Auffrischimpfung
erforderlich ist. Für weiter ausführliche
Informationen siehe Fachinformation von GSK.
|
|
Wirkung:
Die wichtigste Zulassungstudie war die PATRICIA-Studie
(1), sie dauerte 15 Monate nach der ersten Dosisgabe
und umfasste fast 19 000 Frauen im Alter von 15
bis 25 Jahren. Die Studie untersuchte, wie viele
Frauen, die ursprünglich nicht mit den HPV-Typen 16
und 18 infiziert
waren, in der Beobachtungszeit hochgradige intraepithelialen
Neoplasien vom Gebärmutterhals (CIN)
entwickelten, die mit Infektionen mit diesen HPV-Typen
im Zusammenhang stehen. Nach den Ergebnissen der
PATRICIA-Studie schützte Cervarix®
Patientinnen vor der Infektion mit den zwei häufigsten
krebserregenden humanen Papillomaviren (HPV), den
Typen 16 und 18, die ca. 70 Prozent aller
Zervixkkarzinome auslösen. Desweiteren verhinderte
Cervarix anormale Zellwucherungen im Gebärmutterhals.
In der Studie
wurden unter Cervarix® die Zahl der höhergradigen
Neoplasien der Zervix bei jungen Frauen um 90%
gesenkt.
Weitere
Zusatzstudien zeigten, dass alle mit Cervarix®
geimpfte Mädchen im Alter zwischen 10 bis 14 Jahren
schützende Antikörperspiegel gegen die HPV-Typen 16
und 18 entwickelten (Quelle: EMEA; 2)
|
|
Nebenwirkungen:
Die sehr häufigsten Nebenwirkungen waren:
Kopfschmerzen; Myalgien (Muskelschmerzen),
Reaktionen an der Injektionsstelle, wie
Schmerzen, Rötung, Schwellung; Müdigkeit. Für
weitergehende Informationen über Nebenwirkungen,
Konraindikationen und Gegenanzeigen siehe
Fachinformation von GSK.
|
|
Fazit:
Cervarix® schützt jungen Frauen vor der Infektion
mit den zwei häufigsten krebserregenden HP-Viren, den
Typen 16 und 18, die ca. 70 Prozent aller
Zervixkkarzinome auslösen. Somit ist Cervarix® eine
wirksame Vorsorge gegen Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs).
Die
Ergebnisse einer aktuellen Studie in JAMA (3) unterstützt
die bisherigen Erkenntnisse, dass HPV-Impfstoffe nur
Frauen, die sich noch nicht mit dem im Impfstoff
vorhandenen HPV-Typen angesteckt haben, schützt.
|
|
|
|
Literatur
|
-
Paavonen
et al: Efficacy of a prophylactic adjuvanted
bivalent L1 virus-like-particle vaccine against
infection with human papillomavirus types 16 and
18 in young women: an interim analysis of a phase
III double-blind, randomised controlled trial.
Lancet 2007 Jun 30;369(9580):2161-70
-
EMEA-Information
über Cervarix®
-
Ist
HPV-Impfung bei bereits mit HPV-infizierten Frauen
wirksam?
|
|
Datum: 30.11.07
|
|
Nachtrag
|
|
Schwangerschaft-Outcome
nach HPV-Impfung mit Cervarix® - Fehlgeburt-Risiko, 2010. Mehr..
|
|
Langzeitwirksamkeit
von Cervarix,
2010. Mehr..
|
|
USA
- HPV-Impfstoffe: Cervarix
zugelassen – Gardasil auch
für Jungen, 19.10.2009
"Mit
fast zweijähriger Verzögerung
hat die US-amerikanische
Arzneibehörde FDA jetzt den
HPV-Impfstoff Cervarix
des britischen Herstellers
GlaxoSmithKline zugelassen. Mit
dem Konkurrenzprodukt Gardasil
des US-Herstellers Merck dürfen
jetzt auch männliche
Jugendliche geimpft werden....."
|
|
Siehe
auch: HPV:
Impfung der Jungen nicht
kosteneffektiv, 09.10.09
"Die
Einbeziehung von Jungen in die
HPV-Impfungen, wie sie derzeit
in den USA erwogen wird, ist
nach einer Studie im Britischen
Ärzteblatt (BMJ 2009; 339:
b3884) nicht kosteneffektiv...."
|
|
HPV-Impfung
vermutlich nicht Ursache für Tod von 14-jähriger
Britin, 30.09.2009
"Ein
nach einer Impfung (mit Cervarix®) gegen
Gebärmutterhalskrebs verstorbenes 14-jähriges
britisches Mädchen ist vermutlich nicht aufgrund
der Impfung gestorben..."
|
|
Großbritannien:
Mädchen stirbt nach Cervarix-Injektion –
Todesfälle auch nach Gardasil, 29.09.2009
"In
England ist ein 14-jähriges Mädchen nach einer
Injektion des Impfstoffs Cervarix®
gestorben. Bis zur Aufklärung der Umstände hat
der Hersteller die Verwendung der betroffenen
Charge gestoppt. Das Mädchen wurde am Dienstag
obduziert. Ergebnisse sollen in den nächsten
Tagen vorliegen..." NHS-Pressemitteilungen
|
|
Zervixkarzinom:
Cervarix schützt vor fünf Virustypen, 09.07.2009.Mehr..
|
|
Zervixkkarzinom:
Studie stellt Kosteneffektivität von Gardasil infrage, 21.
August 2008.Mehr...
|
|
|
|
Schlüsselwörter: Cervarix,
Zulassung, Vakzinierung, Impfstoff, Impfung,
HPV-Infektion, humanes Papillomavirus, Genitalwarzen,
Zervixkarzinom, Gebärmutterhalskrebs, Medikament,
Arzneimittel, Therapie, Behandlung,
|
|
| |
|