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Neue
Medikamente 2009
Ranolazin
(Ranexa®) bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACR),
2007/ 2009
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Ranolazin
(Ranexa®
von Berlin Chemie)
ist ein antianginöses Mittel mit einem völlig
neuen Mechanismus, das von FDA in den USA als
Zusatztherapie zur
Behandlung der chronischen Angina Pectoris 2006
zugelassen wurde. Die Wirkung von Ranolazin (Ranexa®)
beruht auf eine Blockade der intrazellulären Natrium-
und Kalziumüberlastung bei Ischämie des Herzmuskels.
Anders gesagt ähnelt die Wirkung von
Ranolazin (Ranexa®)
die von
Kalziumantagonisten, ohne jedoch auf Blutdruck und
Herzfreqeunz einen Einfluss zu haben.
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Eine
neue randomisierte Studie (1) in JAMA mit einer
Beobachtungszeit von einem Jahr untersuchte die
Wirksamkeit von Ranolazin (Ranexa®) bei Patienten mit
akutem Koronarsyndrom ohne ST-Hebung.
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Die
Ergebnisse der Studie unterstützen die
Routine-Anwendung bei dieser Indikation nicht. Die
Daten deuten jedoch darauf hin, dass Ranolazin (Ranexa®)
eine Wirksamkeit und damit eine Berechtigung bei
chronisch wiederauftretender Angina Pectoris, die auf
die konventionelle Therapie nicht ansprechen, haben könnte.
Laut der Gebrauchsinformation sollte Ranolazin (Ranexa®)
sowieso für Patienten reserviert sein, die auf
antianginöse Standardtherapien (wie Nitrate,
Beta-Blocker) nicht reagieren.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Ranolazin
bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom ohne
ST-Hebung: Effekte auf rezidivierende kardiovaskuläre
Ereignisse in der MERLIN-TIMI 36- Studie
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Ranolazin
ist ein neuartiges antianginöses Mittel, das die Häufigkeit
von Ischämien bei Patienten mit chronischer Angina
reduziert, bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS)
noch nicht untersucht wurde.
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Das
Ziel der randomisierten placebokontrollierten
multinationalen klinischen Doppelblindstudie im
Journal of the American Medical Association (JAMA)
war, die Wirksamkeit und Sicherheit von Ranolazin während
einer Langzeitbehandlung von Patienten mit akutem
Koronarsyndrom ohne ST-Hebung zu bestimmen. An der
Studie nahmen 6560 Patienten teil, deren ischämische
Symptome innerhalb von 48 Stunden mit Ranolazin (zu
Beginn intravenös, gefolgt von oralem Ranolazin mit
verzögerter Wirkstofffreisetzung 1000 mg zweimal täglich,
n= 3281) oder dem entsprechenden Placebo behandelt
wurden und die im Mittel nach 348 Tagen in der
vorliegenden MERLIN (Metabolic Efficiency With
Ranolazin for Less Icchaemia in Non-ST-Elevation Acute
Coronary Syndromes)-TIMI 36-Studie zwischen 8. Oktober
2004 und 14. Februar 2007 nachuntersucht wurden.
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Das
kombinierte primäre Endergebnis für die Wirksamkeit
war aus den Faktoren Todesfall aufgrund kardiovaskulärer
Ursache, Myokardinfarkt oder rezidivierende Ischämie
bis zum Ende der Studie zusammengesetzt. Die
Hauptendpunkte für die Sicherheit waren Todesfall
aufgrund jeglicher Ursache und dokumentierte
symptomatische Arrhythmien.
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Ergebnisse:
Der primäre Endpunkt trat in der Ranolazin-Gruppe bei
696 Patienten auf (21,8%) und bei der Placebogruppe
bei 753 (23,5%). Der sekundäre Hauptendpunkt (Tod aus
kardiovaskulärer Ursache, Myokardinfarkt oder schwere
rezidivierende Ischämie) trat bei 602 Patienten
(18,7%) aus der Ranolazingruppe und bei 625 (19,2%)
aus der Placebogruppe auf. Der Tod aus kardiovaskulärer
Ursache oder ein Myokardinfarkt trat bei 338 Patienten
(10,4%) auf, die Ranolazin zugewiesen waren und
bei 343 (10,5%) der Patienten, die dem Placebo
zugewiesen waren. Rezidivierende Ischämien wurden in
der Ranolazingruppe reduziert (430 [13,9]) verglichen
mit der Placebogruppe (494 [16,1]). Eine QTc-Verlängerung,
die eine Reduzierung der i.v.-Dosis notwendig
machte, trat bei 31 Patienten (0,9%) der
Ranolazingruppe und bei 10 Patienten (0,3%) der
Placebogruppe auf. Symptomatische Arrhythmien traten
in der Ranolazingruppe (99 / 3%) und der Placebogruppe
(102 / 3,1%) gleich häufig auf. Bei der
Gesamtmortalität wurde kein Unterschied beobachtet.
(172 vs. 175).
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Fazit:
Der Einsatz von Ranolazin bei der Standardtherapie des
akuten Koronarsyndroms reduzierte die schweren
kardiovaskulären Ereignisse nicht effektiv. Ranolazin
beeinflusste das Risiko für Todesfälle oder
dokumentierte symptomatische Arrythmien nicht
nachteilig. Die Ergebnisse der Studie liefern Unterstützung
für die Sicherheit und Wirksamkeit von Ranolazin als
antianginöse Thereapie.
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Morrow
DA et al. Effects of ranolazine on recurrent
cardiovascular events in patients with
non–ST-elevation acute coronary syndromes: The
MERLIN-TIMI 36 randomized trial. JAMA 2007 Apr 25;
297:1775-83.
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Chaitman
BR et al: Effects of ranolazine with atenolol,
amlodipine, or diltiazem on exercise tolerance and
angina frequency in patients with severe chronic
angina: a randomized controlled trial. JAMA 2004
Jan 21;291(3):309-16
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Datum: 30.06.07
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Nachtrag
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Ranolazin
(Ranexa®) seit Februar 2009 in Deutschland zugelassen.
Die
Zulassungsindikation ist Zusatztherapie für Patienten
mit stabiler Angina pectoris bei Koronarer
Herzkrankheit (KHK), wenn Erstmittel wie Betablocker
oder Kalziumantagonisten nicht wirken.
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Pro
Woche soll Ranolazin etwa 1 Angina-Anfall verhindern (2;
CARISA-Studie),
ohne die Prognose der koronaren Herzkrankheit
signifikant zu verbessern (1; MERLIN-TIMI-36-Studie).
Ranolazin verlängerte in Tagesdosen von 1000 bis 2000
mg die QT-Zeit geringgradig um 2 bis 7 ms. Häufigste
Nebenwirkungen von Ranolazin sind: Schwindel,
Kopfschmerzen, Obstipation (Verstopfung), Erbrechen
und Übelkeit.
Für weitergehende Informationen über
Nebenwirkungen, Konraindikationen und Gegenanzeigen
siehe Fachinformation von Berlin
Chemie.
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EMEA
kommt in seiner
Bewertung zu folgender Schlussfolgerung:
Ranolazin bessert zwar die pectanginösen Beschwerden
nur mäßig, es kann aber dennoch nützlich für
Patienten mit unvollständig kontrollierter
Angina-Pectoris-Anfällen sein.
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Artikel
und Vorläufige
Bewertung der pharmazeutischen Zeitung: Schrittinnovation
“Mit
Ranolazin (Ranexa® 375, 500 und 750 mg
Retardtabletten, Berlin-Chemie Menarini) steht seit
Februar 2009 ein Wirkstoff für Patienten mit stabiler
Angina pectoris zur Verfügung. Ranolazin ist
zugelassen als Zusatzmedikation zu einer bestehenden
Therapie, wenn die Erkrankung durch andere Medikamente
wie Betablocker und/oder Calciumantagonisten nicht
ausreichend kontrolliert werden kann, oder wenn
Patienten diese Medikation nicht vertragen.,,“ Mehr
bei PZ
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Schlüsselwörter:
Ranexa, Ranolazin, akutes Koronarsyndrom,
Ranolazine, ACR, Herzinfarkt, Nitro, STEMI, chronische
Angina Pectoris, Medikament, Arzneimittel, Therapie, Behandlung,
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