|
| |
|
Neue
Medikamente 2007
Mircera®
(C.E.R.A.) zur Therapie der Anämie (Blutarmut) bei
chronischen Nierenkrankheiten, 2007
|
|
Schlüsselwörter: Mircera,
C.E.R.A., Therapie, Anämie, Blutarmut, chronische
Nierenkrankheiten, Dialyse, Medikament,
Arzneimittel, Therapie, Behandlung,
|
|
Im
Juli 2007 wurde das neue Arzneimittel von Roche
Mircera® zur Behandlung der Anämie (Blutarmut) bei
chronischen Nierenkrankheiten in EU zugelassen. Der
Hersteller betont, dass Mircera das erste Arzneimittel
gegen Anämie mit einfacher einmal monatlicher Gabe
zur Erhaltungstherapie sei.
Mircera® stimuliert die Bildung roter Blutkörperchen.
|
|
Anwendung:
Mircera® wird zur Behandlung von Anämie
(Blutarmut) bei Patienten mit chronischer
Nierenerkrankung (fortschreitender Langzeiterkrankung,
bei der die Nieren nicht mehr ausreichend arbeiten)
eingesetzt.
|
|
Eigenschaften:
Mircera ist ein kontinuierlicher Aktivator der
Rezeptoren für die Bildung roter Blutkörperchen (Continuous
Erythropoietin Receptor Activator [C.E.R.A]). Mircera®-Injektionslösung
enthält den Wirkstoff
Methoxy-Polyethylenglycol-Epoetin beta.
Das
in den Nieren produzierte Hormon Erythropoietin
stimuliert die Bildung von Erythrozyten im
Knochenmark. Bei Patienten mit chronischer
Nierenerkrankung kommt es zu einem
Erythropoietinmangel und dadurch zu Anämie. Die
Substanz Epoetin beta in Mircera® bindet an dieselben
Rezeptoren wie Erythropoietin und stimuliert so die
Erythrozyten-Produktion. Der Wirkstoff in Mircera®
interagiert in ähnlicher Weise mit Rezeptoren wie
Erythropoietin, hat aber eine längere Wirkung. Darüber
hinaus wird es weniger schnell vom Körper
ausgeschieden. Aufgrund dieser Eigenschaften muss
Mircera® nicht so häufig verabreicht werden wie
andere Arzneimittel, die auf der Grundlage von
Erythropoietin produziert werden.
|
|
Dosierung:
Die Mircera®-Injektionslösung
kann
subkutan oder intravenös angewendet werden. Die
Behandlung mit Mircera® muss unter Aufsicht eines
Arztes eingeleitet werden, der in der Behandlung von
Patienten mit Nierenerkrankung erfahren ist.
Für
genauere Angaben über die Eingangsdosis und die Häufigkeit
der Dosierung siehe die Fachinformation
von Roche.
|
|
Nebenwirkungen:
Bei etwa 6 % der mit Mircera®
behandelten Patienten sind Nebenwirkungen zu
erwarten. Die am häufigsten berichtete Nebenwirkung
war Hypertonie (Bluthochdruck).
Für
genauere Informationen über Nebenwirkungen,
Wechselwirkungen, Gegenanzeigen und Warnhinweise siehe
Fachinformation
von Roche.
|
|
Wirkung:
Die Wirkung von
Mircera® wurde
in sechs Hauptstudien mit insgesamt 2399 Erwachsenen
(darunter auch Dialyse-Patienten),
die eine Anämie in Verbindung mit chronischer
Nierenerkrankung zeigten, überprüft (1). Bei diesen
Studien wurde Mircera®
ebenfalls mit
anderen Medikamenten (Darbepoetin alfa,
Epoetin alfa oder beta) verglichen, die auch
zur Stimulierung der Erythrozyten-Produktion
eingesetzt werden. Die Dauer der Studien dauerten 36
Wochen. Die meisten Patienten erhielten zudem Eisen,
um während der Studien Mangelerscheinungen
vorzubeugen. Der wichtigste Endpunkt der Studien war
die Veränderung der Hämoglobinwerte.
Die
Studienergebnisse zeigten, dass Mircera®
bezüglich der Korrektur und die Aufrechterhaltung der
Hämoglobinwerte ähnlich wie die Vergleichspräparate
war. In der Vergleichsstudie zwischen Mircera®
und
Darbepoetin alfa kam es in beiden Gruppen zu einem
durchschnittlichen Hämoglobin-Anstieg um etwa 2 g/dl.
|
|
Fazit:
Mircera®
ist eine weitere Form der Substitutionstherapie, um
fehlendes Erythropoetin von exogen her zu ersetzen. Dies
ist eine allgemein akzeptierte Behandlungsform der Anämie
bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung. Die
Wirksamkeit von Mircera® wurde in mehreren pivotalen
Studien nachgewiesen. Mircera® ist in seiner Wirkung
mit anderen Epoetinen vergleichbar auch bezüglich des
Nebenwirkungsprofils.
Aktuell
wird in der Fachwelt über das mögliche Krebsrisiko
unter Erythropoese stimulierende Medikamente (ESA)
diskutiert. Zudem kam es zum FDA-Warnhinweis, dass das
Risiko kardiovaskulärer Komplikationen, wie
Thrombosen, beim
Anheben des Hämoglobinwerts durch ESA auf mehr als 12
mg/dl steige (2).
|
-
EMEA-Informationen
über Mircera
-
Erythropoietin-Artikelübersicht:
Wirksamkeit und Sicherheit bei kritisch erkrankten
Patienten
-
Pressemitteilung
von Roche über die Daten einer Phase-III-Studie,
2006
|
|
Nachtrag
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|