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Neue
Medikamente 2009
Prasugrel
(Efient®)
beim akuten Koronarsyndrom
mit oder ohne ST-Hebung
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Der
neue antithrombozytäre Arzneimittel Prasugrel (Efient®
von Lilly) ist in Deutschland seit Anfang 2009 als
Zusatztherapie von Patienten mit akutem Koronarsyndrom
mit oder ohne ST-Hebung zugelassen.
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Prasugrel
(Efient®) ist ein Thienopyridin, und dem anderen
atherothrombotischen Medikament Clopidogrel (Plavix®)
chemisch ähnlich. Pharmakologisch wirkt es als
Antagonist am Adenosin-Diphosphat-Rezeptor auf der
Oberfläche von Thrombozyten.
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Anwendung:
Prasugrel (Efient) ist in Kombination mit
Acetylsalicylsäure (ASS) angezeigt zur Prävention
atherothrombotischer Ereignisse bei Patienten mit
akutem Koronarsyndrom [d. h. instabiler Angina
pectoris, Nicht-ST-Strecken-Hebungsinfarkt (UA/NSTEMI)
oder ST-Strecken- Hebungsinfarkt (STEMI) mit primärer
oder verzögerter perkutaner Koronarintervention]
(Quelle: Fachinformation)
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Dosis:
Prasugrel (Efient) sollte mit einer einzelnen 60 mg
Aufsättigungsdosis begonnen und dann mit einer
Erhaltungsdosis von einmal täglich 10 mg fortgesetzt
werden. Patienten, die Efient einnehmen, müssen außerdem
täglich ASS (75 mg bis 325 mg) einnehmen (Quelle:
EMEA)
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Nebenwirkungen:
Im Vergleich zu Clopidogrel erhöhte Rate an schweren
Blutungen. In den Zulassungsstudien kam es bei 2,2%
der Patienten unter Prasugrel zu schweren Blutungen
(unter Clopidogrel 1,7%), Lebensbedrohliche Blutungen
traten unter Prasugrel bei 1,3% der Patienten auf
(unter Clopidogrel 0,8%). Bei Patienten, bei denen ein
Bypass-Operation (CABG) durchgeführt wurde, lag der
Anteil der CABG-bedingten TIMI-Major- oder
TIMI-Minor-Blutungen bei 14,1% in der Prasugrel-Gruppe
und bei 4,5% in der Clopidogrel-Gruppe.
Für
weitergehende Informationen über Nebenwirkungen,
Konraindikationen und Gegenanzeigen siehe
Fachinformation von Lilly.
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Wirkung:
In der zulassungsrelevanten Studie TRITON-TIMI
war Prasugrel (Efient) im direkten Vergleich mit dem
Standardmedikament Clopidogrel besser in der Lage,
nach einer perkutanen koronaren Intervention (PCI)
ischämische Komplikationen (wie nicht-tödliche
Herzinfarkte, Stentthrombosen) zu vermeiden. Die
Gesamtmortalität war jedoch in beiden Gruppen ähnlich.
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Fazit:
Der neue antithrombozytäre Wirkstoff Prasugrel (Efient®)
war im Vergleich mit Clopidogrel (Plavix®) bei akutem
Koronarsyndrom wirksamer, jedoch auf Kosten einer höheren
Rate an schweren Blutungen. Die optimale Dauer der
Therapie ist derzeit noch unklar.
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Studie
(1) TRITON-TIMI: Prasugrel:
Akutes Koronarsyndrom: Gemischte Ergebnisse mit neuem
antithrombozytären Wirkstoff, November 2007
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"Der
neue antithrombozytäre Wirkstoff Prasugrel (von
Lilly) war im direkten Vergleich mit dem
Standardmedikament Clopidogrel besser in der Lage,
nach einer perkutanen koronaren Intervention (PCI)
ischämische Komplikationen zu vermeiden –
allerdings auf Kosten einer erhöhten Rate schwerer
Blutungen. Die auf der Jahrestagung der American Heart
Association (AHA) in Orlando/Florida vorgestellten und
im New England Journal of Medicine (1) publizierten
Ergebnisse zeigen nach Ansicht eines Editorialisten,
dass die duale antithrombozytäre Therapie eine
riskante Gratwanderung bleibt (2)..." Mehr
im Ärzteblatt...
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Datum: 19.11.07
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Stephen
D. Wiviott et al: Prasugrel versus Clopidogrel in
Patients with Acute Coronary Syndromes. NEJM 2007;
357: 2001-2015
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Intensifying
Platelet Inhibition — Navigating between Scylla
and Charybdis. NEJM 2007; 357: 2078-2081
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Pressemitteilung
vom Hersteller Lilly: In Landmark Phase III
Head-to-Head Study, Prasugrel Statistically
Superior to Clopidogrel in Reducing Risk of Heart
Attack
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Nachtrag
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Schlüsselwörter:
Efient, Akutes Koronarsyndrom, ACS, KHK, Prasugrel
Herzinfarkt, Einsatz, Clopidogrel, Plavix, Aspirin,
ASS, Langzeittherapie, Medikament,
Arzneimittel, Therapie, Behandlung,
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