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Neue
Medikamente 2008
Colesevelam
(Cholestagel®): Komplexbildner zur Cholesterinsenkung, 2008
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Schlüsselwörter: Colesevelam,
Cholestagel, Statin, Ezetrol, Selektive
Cholesterin-Absorptionshemmer, Ezetimib, Zetia, Medikament,
Cholesterol, Nahrung, Gallensaft, Darmtrakt, Triglyceride,
fettlösliche Vitamine, Senkung, CSE-Hemmer und Statine, Medikament,
Arzneimittel, Therapie, Behandlung,
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Der
neue Komplexbildner Colesevelam (Cholestagel® von
Genzyme) zur
Cholesterinsenkung ist seit Februar 2008 in
Deutschland zugelassen.
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Anwendung:
Die
gleichzeitige Anwendung von Cholestagel mit einem
Statin ist als zusätzliche Therapie zur Diät
angezeigt, um eine zusätzliche Senkung der
LDL-Cholesterol-Spiegel bei Patienten mit primärer
Hypercholesterolämie (erhöhtes Cholesterin) zu
erzielen, bei denen mit einem Statin allein keine
ausreichende Kontrolle möglich ist.
Cholestagel
als Monotherapie ist als Begleittherapie zur Diät zur
Reduktion des erhöhten Gesamt- und LDL-Cholesterols
bei Patienten mit isolierter primärer
Hypercholesterolämie angezeigt, bei denen ein Statin
als unangemessen betrachtet wird oder nicht gut
vertragen wird (Fachinformation).
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Wirkungsmechanismus:
Colesevelam
(Cholestagel® von Genzyme) ist ein Komplexbildner,
der im Darm Gallensäuren bindet und diese über den
Stuhl aus dem Körper entfernt. Das führt wiederum
dazu, dass der Leber vermehrt Gallensäuren bilden
muss, dadurch wird dem Blut vermehrt LDL-Cholesterin
entzogen.
Das
Prinzip ist ähnlich wie bei dem selektiven Cholesterin-Absorptionshemmer
Ezetimib
(Ezetrol®).
Colesevelam (Cholestagel®) soll jedoch die
Gallensäuren stärker als herkömmliche Polymere
senken, daher weniger Magen-Darm-Nebenwirkungen
verursachen.
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Dosierung:
Die empfohlene Tagesdosis Colesevelam
(Cholestagel®) ist vier bis sechs
625-mg-Tabletten zu den Mahlzeiten.
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Nebenwirkungen:
Die häufigsten Nebenwirkungen unter Colesevelam
(Cholestagel®) sind Verstopfung, Verdauungsstörungen
und Dyspepsie
(Sodbrennen).
Bei
Patienten mit Darmverschluss
oder Gallengangverlegung ist Colesevelam
(Cholestagel®) kontraindiziert, darf nicht angewendet
werden.
Für
weitergehende Informationen über Nebenwirkungen,
Konraindikationen und Gegenanzeigen siehe
Fachinformation von Genzyme
Deutschland
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Wirkung:
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Kombinationstherapie:
Die Zielwerte für Gesamtcholesterin und vor allem für
LDL-Cholesterin werden immer strenger. Wenn die
Zielwerte mit Statinen alleine nicht erreicht werden,
dann bietet hier Colesevelam (Cholestagel®) in
Kombination mit Statinen eine weitere Therapieoption. Die
Kombinationstherapie mit Statinen (Atorvastatin,
Lovastatin oder Simvastatin) bewirkte
in einer multizentrischen Studie eine zusätzliche
LDL-Senkung um 8% bis 16 % bewirken (1, 2, 3).
Monotherapie:
Als Monotherapie führte Colesevelam (Cholestagel®)
in einer sechsmonatigen Studie zu
einer 15- bis 18-prozentigen Senkung des
LDL-Cholesterols (1).
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Medknowledge-Anmerkung:
Lipidsenker Ezetimib (Ezetrol®), der eine ähnliche
Wirkungsmechanismus wie Colesevelam
(Cholestagel®) aufweist, hatte in ENHANCE-Studie
trotz Cholesterinsenkung keinen positiven Einfluss auf
die Endpunkte "kardiovaskuläre Erkrankungen"
und "Mortalität (Sterblichkeit)"
gehabt. Das bedeutet dass, man die Wirksamkeit
von Colesevelam
(Cholestagel®) in Zukunft nicht nur anhand von
Surrogat-Parameter wie LDL-Senkung messen wird.
Entscheidend wird es dann sein, wie weit Colesevelam (Cholestagel®)
die Rate an kardiovaskulären Krankheiten (wie
Herzinfarkt oder Schlaganfall) und Mortalität
tatsächlich senkt.
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Literatur
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Colesevelam,
Cholestagel® (Genzyme), PZ
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EMEA-Zusammenfassung
über Colesevelam (Cholestagel®)
-
Hypercholesterinämie:
Komplexbildner als Kombinationspartner, Dtsch
Arztebl 2008; 105(5): A-224 / C-203
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Datum: 23.03.2008
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Nachtrag
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