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Neue
Medikamente in Pipeline 2008
Desvenlafaxin
zur Therapie von Hitzewallung in der Menopause, 2008
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Östrogen
ist bekanntlich die wirksamste Therapie zur Therapie
von vasomotorischen Symptomen im Klimakterium.
Gleichzeitig ist die Gabe von Östrogen für diese
Indikation aufgrund des möglichen Krebsrisikos zur
Zeit umstritten (Studie
der Women's Health Initiative, WHI).
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In
den USA werden derzeit zur Therapie der Hitzewallungen
in der Menopause zentralnervös wirksame Medikamente
untersucht, von denen bisher keins von FDA zugelassen
ist.
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Eine
aktuelle Studie (1) überprüfte die Wirksamkeit von
Desvenlafaxin bei 700 Frauen mit Hitzewallungen.
Desvenlafaxine gehört zur Medikamentengruppe
der Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme–Hemmer,
und ist ein Metabolit von Venlafaxine (Trevilor®),
das in Deutschland bei der Depressiontherapie
eingesetzt wird. Ergebnisse der Studie zeigten, dass
Desvenlafaxin zur Therapie der Hitzewallungen (Hot
Flash) bei Frauen in der Menopause wirksam ist.
Die Daten machen eine FDA-Zulassung für diese
Indikation wahrscheinlicher.
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Ausführlichere
Daten der aktuellen Studie (1):
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Wirksamkeit
und Verträglichkeit von Desvenlafaxinsuccinat zur
Behandlung von menopausalen vasomotorischen Symptomen:
Eine randomisierte kontrollierte Studie.
ZIEL: Vergleich von Wirksamkeit und Sicherheit von
Desvenlafaxinsuccinat (Desvenlafaxin) mit Placebo zur
Behandlung von vasomotorischen Symptomen.
METHODEN:
In diese randomisierte, doppelblinde,
placebo-kontrollierte Studie wurden 707 gesunde,
postmenopausale Frauen mit 50 oder mehr mittelgradigen
bis schweren Hitzewallungen pro Woche eingeschlossen.
Die Studienteilnehmerinnen erhielten randomisiert
Desvenlafaxin 50, 100, 150, oder 200 mg pro Tag oder
Placebo. Die Studiendauer war 52 Wochen. Der primäre
Endpunkt war die Änderung der mittleren täglichen
Anzahl der mittelgradigen bis schweren Hitzewallungen
sowie deren Schweregrad nach 4 und 12 Wochen.
ERGEBNISSE:
620 Frauen mit im Durchschnitt 11 mittelgradigen bis
schweren Hitzewallungen pro Tag vor Studienbeginn
beendeten mindestens eine Evaluation des primären
Endpunktes hinsichtlich Wirksamkeit; 519
Teilnehmerinnen beendeten 12 Behandlungswochen und 368
beendeten die Studie. Desvenlafaxin 100 mg/d bewirkte
eine signifikant größere Reduktion im Vergleich mit
Placebo hinsichtlich der durchschnittlichen täglichen
Anzahl von Hitzewallungen nach 4 Wochen (P=,013) und
nach 12 Wochen (P=,005). Die 64%ige Reduktion nach 12
Wochen und die Ansprechrate von 75% waren
signifikant größer für Desvenlafaxine 100 mg (50%)
im Vergleich mit Placebo (29%; P=,003; „number
needed to treat“=4,7) nach 12 Wochen. Der mittlere tägliche
Schweregrad der Hitzewallungen war signifikant
niedriger in der Desvenlafaxin-100-mg-Gruppe
verglichen mit Placebo nach 12 Wochen (P=,020).
Desvenlafaxin-behandelte Frauen berichteten über
signifikant mehr behandlungsabhängige unerwünschte
Ereignisse als placebo-behandelte Frauen nur während
der ersten Woche der Behandlung.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Desvenlafaxine ist eine wirksame nichthormonelle
Behandlung für vasomotorische Symptome bei
postmenopausalen Frauen. Dessen Verträglichkeit ist
mit der der anderer
Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer
vergleichbar.
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Speroff
L et al. Efficacy and tolerability of
desvenlafaxine succinate treatment for menopausal
vasomotor symptoms: A randomized controlled trial.
Obstet Gynecol 2008 Jan; 111:77
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Desvenlafaxin
lindert Symptome nach Menopause
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Wir
werden über die Wirkung und Nebenwirkungen des neuen
Präparates nach einer Zulassung in Deutschland
ausführlicher informieren.
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Datum: 05.03.08
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Nachtrag
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Schlüsselwörter:
Desvenlafaxine, Hot Flash, Desvenlafaxin, Frau,
Therapie, Desvenlafaxin, Hitzewallung, Menopause,
Hitze, postmenopause, Frauen, Hitzewallungen, Frauen
im Klimakterium, Medikament,
Arzneimittel, Therapie, Behandlung,
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