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Neue
Medikamente 2010
Denosumab
(Prolia®): monoklonale Antikörper gegen Osteoporose, 2010
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Hintergrundinformationen:
Osteoklasten sind im Knochenmark für den Knochenabbau zuständig.
Das Enzym RANKL (Receptor activator of nuclear factor-
B ligand) ist ein Zytokin aus der Familie der
Tumornekrosefaktoren und ist Knochenmark für die
Osteoklasten-Aktivität wichtig. Das monoklonale Antikörper
Denosumab (Prolia®) hemmt die Aktivität des
Tumornekrosefaktors RANKL, und damit die der Osteoklasten.
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Denosumab
(Prolia® vom Amgen) ist seit Juni 2010 in Deutschland
zugelassen. Laut Amgen ist Prolia das bislang einzige
Medikament, das mit dem Wirkmechanismus der
RANKL-Hemmung zugelassen ist..
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Anwendung:
Therapie der Osteoporose (Knochenschwund) bei
postmenopausalen Frauen mit Osteoporose und erhöhtem
Frakturrisiko sowie bei Männern mit Prostatakrebs,
die durch eine hormonablative Therapie
(Androgenentzugstherapie: medikamentöse Kastration)
einen Knochenverlust haben, zugelassen.
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Dosis:
zweimal jährlich subkutane Injektion.
Für die Auflistung der Nebenwirkungen,
Konraindikationen und Gegenanzeigen siehe
Beipackzettel und
Fachinformation des Herstellers Amgen.
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Wirkung:
Die Zulassung basiert auf die Resultate von sechs
Phase-III-Studien, die gezeigt haben, dass Denosumab (Prolia®)
bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose und bei Männern,
die wegen Prostatakrebs Androgenentzugstherapie
erhalten, zu einer Erhöhung der Knochenmineraldichte
und zu einer Senkung der Wirbelbruch-Rate führt.
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Die
wichtigsten Zulassungstudien dabei waren HALT- und
FREEDOM-Studie (1) in der Fachzeitschrift NEJM.
HALT-Studie untersuchte Denosumab für die Indikation
Knochendichteverlust bei Männern unter
Androgenentzugstherapie, und FREEDOM-Studie bei Frauen
mit postmenopausaler Osteoporose.
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Laut
der NEJM-Editorialistin für NEJM Sundeep Khosla (2)
sei Denosumab nur „marginal“ besser als bei
Bisphosphonaten, die bei der postmenopausalen
Osteoporose eine etablierte Therapieoption sind.
Der Hersteller Amgen dürfte aber auf die gute Verträglichkeit
hinweisen und darauf, dass unter der Therapie keine
Osteonekrosen (Knocheninfarkt) aufgetreten sind
(Anmerkung: Osteonekrosen, insbesondere im
Kieferbereich ist eine seltene aber gefürchtete
Nebenwirkung der Biphosphonate).
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Des
Weiteren macht der Editorialist Sundeep Khosla darauf
aufmerksam, dass der eigentliche Bedarf bei der
Osteoporose-Therapie bei der Entwicklung von zusätzlichen
osteoanabolen (Knochenbildend) Substanzen liegt. Als
Beispiel dafür nennt er das humane
Parathormon-Fragment Teriparatid (Forsteo®), das bei
Osteoporose der Frauen in der Postmenopause auch in
Deutschland zugelassen ist; aber nicht alle Frauen würden
auf Teriparatid (Forsteo®) reagieren. Daher seien
weitere Medikamenten-Entwicklungen in diesem Gebiet äußerst
wichtig.
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Denosumab
(Prolia®) entfaltet seine Wirkung über das
Immunsystem. Daher müssten in der Langzeit-Anwendung
ein besonderer Augenmerk auf die Sicherheit von
Denosumab (Prolia®) hinsichtlich der Risiken für
schwere Infektionen und Krebskrankheiten gerichtet
werden.
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Literatur
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HALT-
und FREEDOM-Studie: Denosumab: Monoklonaler Antikörper
stoppt Knochenabbau bei Osteoporose,
12.08.2009
-
Sundeep
Khosla: Increasing Options for the Treatment of
Osteoporosis, NEJM 2009
-
Denosumab
bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose, 2006
-
EMEA: Europäischer öffentlicher
Beurteilungsbericht (EPAR) zu Denosumab
(Prolia®)
-
EMEA: Zusammenfassung der Merkmale des
Arzneimittels Denosumab
(Prolia®)
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Datum: 23.06.2010
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Nachtrag
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Schlüsselwörter: Medikament,
Arzneimittel, Therapie, Behandlung, prolia, denosumab,
Behandlung, Osteoklasten-Hemmung, biphosphanate, vitamin-D,
Knochen ,Dichte, Knochenschwund, postmenopausale Frauen,
Osteoporose und RANKL, biphosphanat, Alendronsäure, Fosamax,
Zoledronsäure, Zometa
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