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Die weitere Entwicklung des PSYCHIATRIE-ENTGELTSYSTEMS 2011 – DRG-Forum 03/2011 in Berlin – Stand der Dinge

Zusammenfassung der Berichte über den Stand des PSY-Entgeltsystems während des DRG-Forums in Berlin von 10.03.-11.03.2011 (1)

Psych-Pretest zeigt neuen Bedarf an der Weiterentwicklung des neuen Entgeltsystems in der Psychiatrie – Stationäre Gemeinkosten (Residualgröße) als größter Kostenblock bisher nicht ausreichend berücksichtigt.

Inzwischen entwickelt INeK auf der Grundlage der Daten, die die Kalkulationskrankenhäuser für Psychiatrie liefern, das PSY-Entgeltsystem weiter. Das Ziel ist weiterhin das neue Entgeltsystem für Psychiatrie 2013 in Deutschland einzuführen.

Die Entwicklung gehe jedoch zögerlich voran, da in diesem Bereich lediglich ab 2010 für diesen Zweck verwertbare Daten vorliegen. Daher wird momentan in Fachkreisen diskutiert, ob die Einführung 2013 nicht zu ehrgeizig sei, und womöglich auf Kosten der Qualität gehe. Die Politik und INEK sowie die Fachgesellschaften halten jedoch weiterhin an dem Ziel, das System 2013 einzuführen, fest.

Anhand der bisher gelieferten Daten im Rahmen des Psych-Pretests habe man indes festgestellt, dass die Gemeinkosten, sogenannte „Residualgröße“ ca. 70% des stationären Aufwandes und damit den größten Kostenblock verursachen, die Restgröße dagegen nur ca. 30%.

Was ist Residualgröße?

Mit Residualgröße meint man grob gesagt stationäre Leistungen, die schwierig zu erfassen sind: z.B. Kurzkontakte, Team-Besprechungen, pflegerische Hilfestellung beim Anziehen und Essen usw.

Dagegen bilden die diagnostische und therapeutische Kernleistungen den Block der direkt den Patienten zurechenbaren Kosten, wie z.B. Psychotherapeutische Gespräche, die man per OPS-Ziffer im zukünftigen System direkt erfassen kann.

Herr Reinhard Belling, Geschäftsführer von Vitos GmbH in Kassel, hat in seinem Vortrag (2) folgende Kostengruppen bei der Erbringung der Kernleistung eines Krankenhauses (medizinisch-therapeutische Behandlung) erwähnt:

  1. Körperliche Diagnostik (EEG, EKG, EMG, Röntgen, Labor)

  2. Therapeutische Kernleistungen (Psycho-, Pharmako-, Physio-, Ergo- Musiktherapie)

  3. Stationäre Betreuung (Kurzkontakte, Teambesprechungen, Visiten, pflegerische Hilfestellung beim Anziehen oder Essen usw.)

Gerade die Leistungen der stationären Betreuung im Punkt-3 können nicht oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand einem einzelnen Patienten zugeordnet werden. Diese Leistungen werden wie bereits erwähnt als „Residualgröße“ (Restgröße nach Abzug der direkt zurechenbaren Kosten) genannt.

Anders gesagt spielen in der Psychiatrie die diagnostischen und therapeutischen Einzelleistungen eine weitaus geringere Rolle als in den somatischen Kliniken.

Man habe sogar festgestellt, dass schwer psychisch kranke Patienten in der Psychiatrie zumindest zu Beginn der stationären Therapie viel weniger standardisierte Therapie-Einheiten im Sinne von OPS-Ziffern erhalten. Da sie für die Therapie-Einheiten schwerer zugänglich sind, und die zeitliche Belastung nicht erdulden. Und jedenfalls auf dem Papier würden sie damit viel weniger Kosten als nicht-schwerkranke Patienten verursachen, wenn man die Gemeinkosten (Residualgröße) nicht mit in Betracht ziehen würde.

Die Referentin Fr. Dr. Sandra Hein von INeK hat darüber berichtet (3), dass INeK zurzeit dabei ist, auf der Grundlage der Vorschläge und Daten der Kalkulationskrankenhäuser Gewichtungsregeln zu erstellen, die diese sogenannte Residualgröße ausreichend berücksichtigt, und somit die Kostenstrukturen in der Psychiatrie besser abbilden kann. Als mögliche Kriterien für die Gewichtung werden unter anderem diskutiert:

  • Hauptdiagnose

  • Nebendiagnosen, vor allem Zusammen Vorkommen von bestimmten Nebendiagnosen-Konstellationen

  • Alter

  • somatische Komorbiditäten (Begleitkrankheiten)

  • Aggressionspotenzial, Eigen- oder Fremdgefährdung

  • Psychosoziale Faktoren wie das soziale Umfeld.

  • Unterbringung auf geschützter Station

Also es geht vordergründig darum,  die Tagespauschalen innerhalb der jeweiligen Behandlungsgruppen so zu bestimmen, dass die Gemeinkosten (Residualgröße) ausreichend berücksichtigt werden, und die Therapie-Einheiten in Form von OPS das System nicht unverhältnismäßig dominieren.

 
 

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Stand: 25. Mai 2013