Frei#  Die einflussreiche US-Gesundheitsbehörde U.S. Preventive Services Task Force (USPSTF)  hatte 2002 in ihrer Leitlinie von dem Routine-Einsatz von Tamoxifen oder Raloxifen zur Primärprevention für Brustkrebs bei Frauen mit niedrigem bis mittlerem Risiko für Brustkrebs abgeraten (2). Für Frauen, die nicht in die Hochrisiko-Gruppe angehören, wären die potentiellen Schaden der Chemoprävention höher als der potentielle Nutzen.

Jetzt hat USPSTF die Leitlinie aus dem Jahr 2002 aktualisiert. Wichtige Punkte der neuen USPSTF dabei sind:

- Ärzte sollten die Frauen mit erhöhtem Risiko für Bruskrebs in die Entscheidungsfindung über die medikamentöse primäre Brustkrebs-Prävention stärker einbeziehen. Für Frauen mit erhöhtem Brustkrebs-Risiko und niedrigem Risiko für mögliche Medikamenten-Nebenwirkungen sollten die Ärzte den Frauen Medikamente wie Tamoxifen oder Raloxifen, die das Brustkrebs-Risiko verringern können, anbieten.

{Medknowledge-Anmerkung: Das Anti-Östrogen Tamoxifen und Raloxifen haben in den USA zur Brustkrebs-Vorsorge bei Hochrisiko-Frauen eine Zulassung. Beide Substanzen gehören zu der Arzneimittelklasse der selektiven Östrogenrezeptor-Modulatoren (SERM). Für diese Indikation sind Tamoxifen und Raloxifen in Deutschland noch nicht zugelassen. // Brustkrebs-Risiko kann mit Hilfe von „Risk-Tools" wie "Breast Cancer Risk Assessment Tool" von NCI aus den USA online erfasst werden.}

-USPSTF rät weiterhin von der Routine-Anwendung der Medikamente wie Tamoxifen oder Raloxifen zur Brustkrebs-Primärprävention bei Frauen, die kein erhöhtes Risiko für Brustkrebs haben, ab.

  1. U.S. Preventive Services Task Force recommendation statement: Medications for risk reduction of primary breast cancer in women, September 2013
  2. USPSTF-Leitlinien 2002 zur Mammakarzinom-Vorsorge: Primärprävention von Brustkrebs mit Tamoxifen oder Raloxifene

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