Frei#  Schwangere haben oft einen Eisenmangel, und werden mit Eisen substituiert. Ist diese Vorgehensweise bei asymptomatischen Schwangeren und Kleinkinder sinnvoll? Ist ein Routine-Screening der Eisenwerte bei beiden Gruppen empfehlenswert?

Zwei aktuelle Meta-Analysen in "Annals of Internal Medicine", die für die US-Gesundheitsbehörde U.S. Preventive Services Task Force (USPSTF) durchgeführt wurden, zeigten jedoch keine eindeutigen Vorteile für ein Eisen-Screening der Schwangeren und Kleinkinder (1,2). Eine Eisen-Substitution ist anscheinend bei symptomatischer Anämie sinnvoll.

USPSTF hatte in ihrer letzten Leitlinie 2006 ein Screening für Eisenmangelanämie für asymptomatische Schwangere empfohlen; für eine Screening-Empfehlung bei Kleinkindern sei die Evidenzlage noch unklar gewesen. Die neue erwartete Leitlinie der USPSTF wird vermutlich die Ergebnisse der aktuellen 2 Studien berücksichtigen.

1-Amy G. Cantor et al: Routine Iron Supplementation and Screening for Iron Deficiency Anemia in Pregnancy: A Systematic Review for the U.S. Preventive Services Task ForceIron Supplementation and Screening for Iron Deficiency Anemia in Pregnancy. Ann Intern Med. Published online 30 March 2015

2-Marian S. McDonagh et al: Screening and Routine Supplementation for Iron Deficiency Anemia: A Systematic Review. Ann Intern Med. Published online 30 March 2015

3-USPSTF-Leitlinie: Iron Deficiency Anemia: Screening, 2016

4-Siehe auch: Eisenmangel: Meta-Analyse sieht keinen Nutzten für Screening von Schwangeren und Kleinkindern, 30.04.2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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