Eine aktuelle Studie verglich bei 160 älteren Patienten mit atraumatischen symptomatischen Rotatoren-Manschetten-Rissen (Supraspinatus-Sehnenrisse) die Effektivität von Physiotherapie, Acromioplastie und Rotatoren-Manschetten-Rekonstruktion.

Patienten mit akuten lumbalen Rückenschmerzen, werden in der Regel mit Nicht-steroidale-Entzündungshemmern (NSAID; in Deutschland häufig Ibuprofen oder Diclofenac) behandelt. Die Schmerztherapie mit NSAID, wird oft mit Paracetamol, Opiaten oder auch Muskelrelaxantien kombiniert.

Akute lumbale Rückenschmerzen kommen in der hausärztlichen Versorgung häufig vor. Die US-Leitlinien empfehlen eine Zurückhaltung der Physiotherapie, bis die akuten Schmerzen sich lindern. Trotzdem verschreiben viele Ärzte Physiotherapie, wenn die akuten Rückenschmerzen sich unter der Schmerztherapie in den ersten Tagen nicht bessern. Eine US-Studie hat die Wirksamkeit der frühen Physiotherapie bei Lumboischialgie-Patienten untersucht.

Epidurale Kortison-Injektionen werden zur Behandlung der Schmerzen und Bewegungseinschränkung bei Spinalstenose und Radikulopathien angewendet, obwohl die Evidenzlage für deren Nutzen mehr als unklar ist. Eine randomisierte US-Studie in "NEJM" (2) hatte 2014 ergeben, dass Die epiduralen Injektion von Glukokortikoiden in Kombination mit dem Lokalanästhetikum Lidocain bei Spinalstenose kaum mehr Nutzen als Lidocain alleine zeigt. Jetzt erschien eine Meta-Analyse zum Thema in „Annals of Internal Medicine" (1).

Es sind aktuell zwei Studien über Gelenkprothesen-Infektionen erschienen. Die erste Studie in „Clinical Infectious Diseases“ beschäftigt sich mit der Frage, ob bestimmte Serum-Biomarker helfen können, eine Prothesen-Infektion zu diagnostizieren. Die zweite Studie in „Journal of Bone and Joint Surgery“ untersucht, ob eine chronische Suppression der peri-prothetischen Infektionen mit Antibiotika das Outcome verbessert (1,2).

Patienten, die sich mit akuten unteren Rückenschmerzen und Radikulopathie in der Notaufnahme vorstellen, werden üblicherweise akut mit Analgetika und anschliessend mit Physiotherapie behandelt. Eine aktuelle Studie untersuchte, ob der Zusatz von Einmal-Dosis iv-Kortikosteroid zur Standardtherapie die Schmerzen zusätzlich verbessern kann (1).

Plantarfasziitis ist eine schmerzhafte Krankheit der der Sehnenplatte Aponeurosis plantaris (Plantarfaszie) an der Fusssohle mit Ausstrahlung zur Ferse. Die Ursache ist häufig die Überlastung (z.B. exzessives Joggen). Die Evidenzlage über die Behandlungsmethoden der Plantarfasziitis - von Dehungsübungen und Physiotherapie bis Operation - ist noch nicht geklärt. Eine aktuelle randomisiert Studie (1) untersuchte den Effekt von angepassten orthopädischen Kontakt-Fusseinlagen bei chronischer Plantarfasziitis.

Plantarfasziitis ist eine schmerzhafte Erkrankung der Plantarfaszie am Übergang von der Fusssohle zur Ferse, die oft durch Überlastung entsteht. Die Evidenzlage über die Therapie-Methoden der Plantarfasziitis, die sich von Physiotherapie bis operative Behandlung erstreckt, ist noch unzureichend. Eine aktuelle randomisierte Studie (1) überprüfte die Wirksamkeit von Extrakorporaler Stosswellen-Therapie (ESWT) bei chronischer Plantarfasziitis.

Eine Spinalkanalstenose ist eine Einengung des Wirbelkanals durch den das Rückenmark verläuft. Hierdurch kann es zu Schmerzen und Sensibilitätsstörungen aufgrund von eingeklemmten Nerven kommen. Auch in Deutschland werden immer häufiger Patienten an lumbaler Spinalkanalstenose operiert und die konvervative Therapie-Massnahmen wie Physiotherapie geraten in Hintergrund. Die Entscheidungsfindung des Hausarztes bei einem Patienten mit symptomatischer lumbaler Spinalkanalstenose (LSS) stellt jedoch eine große Herausforderung dar, nicht zuletzt weil die Datenlage für den Vergleich der operativen mit der konservativen Behandlung noch unzureichend ist. Eine aktuelle Studie in "Annals of Internal Medicine" verglich nun die operative Behandlung mit der physiotherapeutischen Therapie bei LSS und erörterten auch geschlechtsspezifische Unterschiede (1).

Viele orthopädische Operationen können sowohl in Regionalanästhesie als auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Wissenschaftler stellten die Hypothese auf, dass der totale Hüftgelenksersatz durch eine Endoprothese (Hüft-TEP) unter Regionalanästhesie mit einer niedrigeren postoperativen Mobidität und Mortalität einhergeht als unter Vollnarkose.

Frei#  In dieser Studie waren Patienten der USA involviert, die mindestens 12 Wochen Schmerzen hatten und bei denen die Bildgebung, eine Spinalstenose zeigte.

Osteoporotische Kompressionsfrakturen ohne neurologische Schäden: Eine Vergleichsstudie zu den Behandlungsergebnissen mit starrer Orthese, weicher Orthese oder ohne Orthese(prospektive, randomisierte, kontrollierte Nicht-Unterlegenheitsstudie).

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