Eine aktuelle Studie (1) aus den Niederlanden untersuchte der Einfluss des intimen Küssens bei 21 Paaren auf das Mundflora. Die Paare füllten einen Fragebogen über Ihr Kussverhalten, und es wurden Proben von ihrer Zunge und Speichel entnommen. Die Ergebnisse:

Intimes Küssen führte in Assoziation mit der Dauer und Häufigkeit zu einer Übertragung der Bakterien (80 Millionen Bakterien bei 10s-Zungenkuss).

Die Paare hatten im Vergleich zu fremden Personen eine ähnliche orale Mikrobiota-Komposition (bakterielles Flora), insbesondere auf der Zungen-Oberfläche. Intimes Küssen führte jedoch nicht zu einer signifikanten Zunahme der Mikrobiome im Mundbereich.

Fazit: Paare mit häufigem Zungenkuss haben einen ähnlichen Mikrobiom-Status im Mundbereich. Die Autoren führen die Ähnlichkeiten vor allem auf den geteilten Lebensstil, gemeinsame Umgebung zurück.

Anmerkung-Medknowledge: Es werden zwar beim Zungenkuss Millionen von Bakterien übertragen, es kommt jedoch nicht auf eine Zunahme der Bakterienzahl im Mund. Also, man könnte konstatieren, dass Küssen insgesamt nicht gesundheitsschädlich ist .

1-Remco Kort et al: Shaping the oral microbiota through intimate kissing. Microbiome 2014, 2:41 doi:10.1186/2049-2618-2-41

 

 

 

 

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