Frei#  Nasenkorrektur (Rhinoplastie) wird oft mit dem eigenen Rippenknorpel der Patienten durchgeführt. Die Sicherheit dieser Methode wird unter den Medizinern kontrovers diskutiert. Eine Meta-Analyse in "JAMA Facial Plastic Surgery" zum ersten Mal die Langzeit-Komplikationen der Rhinoplastie unter Verwendung des autologen Rippenknorpels untersucht.

Die Autoren fanden in den grossen Medizinbanken insgesamt 10 Studien zum Thema mit 491 Patienten.

Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 33 Monate. 

Folgende Komplikationen wurden festgestellt:  Verkrümmungen (3%), Resorption des Knorpel-Materials (0.22%), Infektionen (0.56%), Dislokationen (0.39%), hypertrophe thorakale Narbenbildung (5.45%), Revisions-Operation (14%). Es traten keine Pneumothorax-Komplikationen auf (0%). 

Fazit: Die Langzeit-Komplikationen nach einer Nasenkorrektur mit autologem Rippenknorpel sind insgesamt gering. Verkrümmungen und Thorax-Narben traten unter den Komplikationen relativ häufig auf, und erforderten einen zweiten Eingriff. 

Anmerkung: Die Operateure sollten vor allem auf die Vermeidung der häufigeren Komplikationen Verkrümmungen und Thorax-Narben Acht geben. 

1-Jee Hye Wee et al: Complications Associated With Autologous Rib Cartilage Use in Rhinoplasty: A Meta-analysis. JAMA Facial Plastic Surgery November 27, 2014

 

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