Bekanntlich wird bei Diabetes , während der Schwangerschaft eine Diät-Therapie eingeleitet. Eine aktuelle Meta-Analyse in "Diabetes Care" untersuchte den Einfluss verschiedener Diät-Interventionen auf den Outcome der Mütter und der Kinder (1).

Die Autoren recherchierten in grossen Medizindatenbanken, wie Medline und Cochrane-Library nach randomisierten Studien zum Thema, die bis März 2014 erschienen sind. Insgesamt 9 randomisierte Studien mit 884 Frauen wurden in die Meta-Analyse eingeschlossen.

Die Ergebnisse zeigten, dass eine Ernährung mit niedrigem glykämischem Index (2) zur Therapie der Gestationdiabetes besser als Diäten mit Gesamt-Kalorien-Kalorienrestriktion oder Kohlenhydratrestriktion war. Eine Kost mit niedrigem glykämischem Index war weniger mit Insulintherapie und niedrigem Geburtgewicht assoziiert.

Die Ergebnisse der Meta-Analyse sind auch deswegen interessant, da die Autoren als Therapieerfolg nicht die Blutzuckerkontrolle sondern den Outcome der Mütter und Neugeborenen definiert hatten.

Hintergrundinformation:Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen Index (GI) lassen den Blutzucker nach den Mahlzeiten langsamer ansteigen, als die anderen Kohlenhydrate. Beispiele für Nahrungsmittel mit niedrigem GI sind z.B. bestimmte Obstsorten wie Apfel, Vollkornprodukte oder Gemüse (2).

1-Luciana Verçoza Viana et al: Dietary Intervention in Patients With Gestational Diabetes Mellitus: A Systematic Review and Meta-analysis of Randomized Clinical Trials on Maternal and Newborn Outcomes. Diabetes Care December 2014 vol. 37 no. 12 3345-3355

2- Der glykämische Index von Lebensmitteln

 

 

 

 

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