Frei#  Eine aktuelle Übersicht (1) in „Annals of Rheumatic Diseases" wertete die Ergebnisse von 8 Beobachtungsstudien aus, hinsichtlich der Frage nach Risiken von Paracetamol, die bis Mitte 2013 in grossen Medizindatenbanken wie Medline publiziert sind.

Die Ergebnisse zeigten, dass Paracetamol das Risiko für kardiovaskuläre, gastrointestinale und renale Komplikationen, die insbesondere in höheren Dosen auftreten, erhöht (Dosierungsbreite von 500mg bis 4000mg täglich). Dabei bewegte sich die Zunahme des relativen Risikos von 1.19 bis 1.49.

4 von 3 Studien über die renale Nebenwirkungen von Paracetamol zeigten eine Dosis-abhängige Risiko für die Abnahme des eGFR > 30% (OR von 1.4 bis 2.19).

Anmerkung: Wenn auch Beobachtungsstudien insgesamt eine eingeschränkte Aussagekraft haben, zeigen die Ergebnisse deutlich, insbesondere im Hinblick auf Nierenschäden, dass Paracetamol nicht so harmlos wie bisher angenommen ist. Es sollte doch kritisch angeordnet und eingenommen, und vor allem höhere Dosierungen (z.B. > 1500mg/d) vermieden werden.

1-Roberts et al: Paracetamol: not as safe as we thought? A systematic literature review of observational studies. Ann Rheum Dis doi:10.1136/annrheumdis-2014-206914

 

 

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