Frei#  Typ-2-Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Pankreaskrebs. Eine aktuelle Meta-Analyse in "BMJ" untersuchte die Assoziation zwischen der Höhe der Blutzucker-Werte ("dose-response") und dem Pankreaskrebsr-Risiko (1).

Die Autoren recherchierten in wichtigen Medizindatenbanken wie Medline nach Studien zum Thema, die bis 2013 publiziert wurden. Insgesamt 9 Studien wurden dann anschliessend in die Meta-Analyse aufgenommen.

Die Ergebnisse zeigten, dass es zwischen Nüchtern-Blutzuckerwert und Pankreaskrebs-Inzidenz einen starken linearen Zusammenhang gab.

Jede Zunahme des Nüchter-Blutzuckers um 10mg/dL steigerte das Pankreaskrebs-Inzidenz um 14% (RR 1.14). Die Analyse zeigte ähnliche Resultate für Prädiabetes.

Fazit: Jede Zunahme des Nüchter-Blutzuckers um 10mg/dL erhöht das Pankreaskrebs-Rate um 14%.

Anmerkung: Vermutlich ist das Risiko bei Diabetes und Prädiabetes durch die Hyperinsulinämie erklärbar, welche zu einer Zellproliferation führt. Da Prädiabetes durch Änderungen des Lebenstils (Diät, Bewegung, Gewichtsabnahme) geheilt werden kann, ist die Früherkennung von Prädiabetes mit entsprechenden Lebensstil-Änderungen eine wirksame und machbare Strategie zur Pankreaskrebs-Vorbeugung. Ein weiterer Risikofaktor für Pankreaskrebs ist hoher Alkoholkonsum, welcher ebenfalls durch den Lebenstil beeinflussbar ist.

1-Liao W-C et al. Blood glucose concentration and risk of pancreatic cancer: Systematic review and dose-response meta-analysis. BMJ 2015; 349

 

 

 

 

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