Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) ist eine, in den westlichen Industrieländern, weit verbreitete Krankheit. Sie betrifft ungefähr 20 % der Bevölkerung. Am häufigsten kommt es durch einen insuffizienten unteren Ösophagussphinkter zum Rückfluss von Mageninhalt in den Ösophagus. Oft sind ein Sodbrennen, insbesondere nach einer Mahlzeit beziehungsweise im Liegen, ein retrosternales Druckgefühl, ein Luftaufstoßen oder Schluckbeschwerden zu beobachten. Durch den Mageninhalt wird die Ösophagusschleimhaut geschädigt und es kommt zum pathologischen Umbau des betroffenen Abschnitts. Dieser sogenannte Barrett-Ösophagus ist eine fakultative Präkanzerose. Zur Behandlung des Ösophagus eignet sich die medikamentöse und chirurgische Therapie. Medikamentös werden meist Protonenpumpeninhibitor (PPI) gegeben, wodurch die schädliche Magensäure reduziert wird und zu 90 % eine schnelle Heilung erreicht werden kann. Chirurgisch wird im Rahmen der transoralen ösophagogastrale Fundoplikatio (TÖF) eine Manschette um den Ösophagus gelegt und so die Funktion des unteren Ösophagussphinkters unterstützt.

Anmelden, um den ganzen Beitrag zu lesen

FaceBook  Twitter  

Zusätzliche Informationen