Frei# Invasive Katheter-Angiographie (ICA: invasive coronary angiography) gilt noch als Goldstandard zur Diagnose der koronaren Stenosen, wenn auch für diese Indikation immer öfter koronare CT-Angiographie (CCTA) eingesetzt wird. Bisher wurden Katheter-Angiographie und CT-Angiographie für die Diagnose der koronaren Plagues unzureichend verglichen. Eine aktuelle Studie in "American Journal of Cardiology" ging dieser Frage nach (1).

In die Studie waren 71 Patienten mit V.a. KHK involviert, die in Ungarn nach zeitlichem Abstand beide Verfahren erhielten.

Die Ergebnisse zeigten, dass CT-Angiographie verglichen mit der Katheter-Angiographie doppelt so häufig koronare Segmente mit Plaques diagnostizierte (49% vs. 24%).

52% der Fälle wurden nach der CT-Angiographie als Hochrisiko-Patienten für Herzinfarkte eingestuft.

Medknowledge-Anmerkung: Die Ergebnisse sind deswegen so wichtig, da viele Herzinfarkte direkt durch Plaques, die sich von den Koronar-Arterien ablösen und distal den Gefässlumen verschliesen, ausgelöst werden, als durch Koronarstenosen.

  1. Kolossvary et al. Comparison of quantity of coronary atherosclerotic plaques detected by computed tomography versus angiography. Am J Cardiol. 2016 Jun 15;117(12):1863-7
  2. Siehe auch: Kernspin vermeidet unnötige Herzkatheter­untersuchungen, 09/201

 

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