Leitlinien empfehlen bei Patienten mit akuten oberen gastrointestinalen (GI) Blutungen zu einer frühen Oesophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD) innerhalb der ersten 24 Stunden. Dafür gibt es jedoch unterschiedliche Evidenz. Daher untersuchte eine aktuelle Studie in "Endoscopy" diese Fragestellung.

Die Autoren analysierten retrospektiv mit Hilfe der NIS-Datenbank (National Inpatient Sample) in den USA die Daten von 1,789,532 Patienten mit oberer GI-Blutung zwischen 207-2013.
Die Patienten mit früher Gastroskopie < 24 Stunden hatten ein dreifach geringeres Wahrscheinlichkeit für Mortalität, verglichen mit der Gruppe mit späterer oder keiner Gastroskopie (OR:3).
Des Weiteren führte die frühe Gastroskopie zu einer Verkürzung der Krankenhausverweildauer (4.6 Tage vs. 8.5 und 7.6 Tage für späte Gastroskopie oder keine Gastroskopie respektive).
Anmerkung: Die Patienten mit früher Gastroskopie innerhalb von 24 Stunden hatten möglicherweise eine geringere Mortalität und besseren Outcome, da nach Diagnosestellung die entscheidenden Therapiemaßnahmen wie Blutstillung, Volumentherapie oder Bluttransfusionen früher eingeleitet werden konnten.
Also, bei Verdacht auf obere GI-Blutung sofortige Gastroskopie.

Garg et al. Early esophagogastroduodenoscopy is associated with better outcomes in upper gastrointestinal bleeding: A nationwide study. Endoscopy 05/2017

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