Frei#  American Society of Clinical Oncology hat neue Empfehlungen zum Erhalt der Fruchtbarkeit bei Krebs-Patienten publiziert (1). Viele Krebspatienten sind noch jung, und erhalten oft Chemotherapie, Bestrahlung oder auch Operationen, die die Fertilität beeinträchtigen können. Die Empfehlungen sind online als Volltext zugänglich. Einige der wichtigen Punkte sind:

 -Ärzte sollten die Möglichkeit der Infertilität während der Therapie mit den Patienten (oder mit den Eltern) besprechen, die sich noch in ihren reproduktiven Jahren befinden. Des Weiteren sollten sie die Möglichkeiten des Erhalts der Fertilität ansprechen, und ggf. die Patienten an Spezialisten für Reproduktionsmedizin überweisen. Das Patientengespräch sollte vor der Therapie stattfinden, und dokumentiert werden.

-Für Männer ist das Einfrieren von Sperma (Sperma-Cryopräservation) momentan die einzige Methode zum Erhalt der Fertilität, andere Methoden werden eher experimentell betrachtet. Sperma sollte vor der Chemotherapie gesammelt werden, da während und nach der Chemotherapie genetische Schaden zu befürchten ist.

-Für Frauen gebe es die etablierten Methoden Einfrieren der Eizellen oder des Embryos, die nur in erfahrenen Zentren zu durchführen sind. (Medknowledge-Anmerkung: Die Empfehlungen orientieren sich an die USA. In Deutschland ist die Gesetzeslage dazu sehr komplex, und viele Eingriffe sind verboten). Weitere Fertilitäts-Methoden seien als experimentell anzusehen.

1-Loren AW et al. : Fertility preservation for patients with cancer: American Society of Clinical Oncology Clinical Practice Guideline Update. J Clin Oncol 2013 Jul 1; 31:2500

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