Die Erkrankungszahlen für Zöliakie steigen sowohl für Kinder als auch für Erwachsene an. Eine aktuelle internationale Studie aus Finnland, Deutschland und Schweden untersuchte, ob eine frühe Gluten-Exposition das Risiko der familiär vorbelasteten Kinder für die Zöliakie-Erkrankung steigert (1).

Bei 6436 Kindern wurde ab dem zweiten Lebensjahr ein jährliches Screening für Hochrisiko-HLA-Genotyp für Zöliakie durchgeführt. Des Weiteren wurden Informationen über die Ernährung der Kinder regelmäßig gesammelt. Das erste Outcome bildeten positive tTGA (tissue transglutaminase autoantibodies) im Verlauf, als Marker für Zöliakie. Das zweite Outcome war die Diagnose der Zöliakie durch intestinale Biopsien. Die Ergebnisse:

Schwedische Kinder hatten eine frühe Gluten-Exposition (median 21 Wochen), verglichen mit Kindern aus Finnland (26 Wochen), Deutschland und USA (beide 30 Wochen).

Während der 5-jährigen Beobachtungszeit hatten 773 Kinder (12%) tTGA und 307 (5%) eine Zöliakie entwickelt.

Schwedische Kinder hatten ein erhöhtes Risiko für tTGA-Nachweis (HR 1.74) und Zöliakie (HR 1.76), verglichen mit US-Kindern.

Gluten-Exposition vor oder nach 26 Wochen war nicht mit einem erhöhten Risiko für Zöliakie-Diagnose assoziiert.

Fazit: Der Zeitpunkt der ersten Gluten-Exposition, ob früh ob spät, war kein signifikantes Risikofaktor für die Entwicklung einer Zöliakie.

1- Aronsson et al. Age at gluten introduction and risk of celiac disease. Pediatrics. 2015 Jan 19

 

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