Der Hämoglobin-Schwellenwert zur Transfusion von Erythrozytenkonzentraten wird bei akuten oberen gastrointestinalen Blutungen kontrovers diskutiert. In der Vergangenheit wurde dafür einen großzügigeren Grenzwert von unter 10g/dl empfohlen.

Der internationale Consensus-Gruppe bei oberen GIT-Blutungen hat jedoch 2010 eine restriktivere Vorgehensweise mit Transfusionen erst bei einem Hb-Wert unter 7g/dl bei kreislaufstabilen Patienten empfohlen (2).

Die Ergebnisse einer aktuellen randomisierte Studie (1) in der Fachzeitschrift NEJM unterstützen die restriktive Transfusions-Strategie bei kreislaufstabilen Patienten, die einen Hb-Werte unter 7g/dl aufweisen. Großzügiger Einsatz der Transfusionen ab einem Hb-Wert unter 9g/dl war mit einer erhöhten Sterberate assoziiert.

Fazit: Also die aktuelle Studie (1) liefert weiterhin Evidenz, dass die restriktive Transfusions-Strategie, Bluttransfusionen bei akuter oberer gastrointestinaler Blutung erst bei einem Hb-Wert unter 7g/dl bei kreislaufstabilen Patienten zu beginnen, relativ sicher ist, es sei denn, die Patienten sind nicht kreislaufstabil und bieten Symptome eines beginnenden hämorrhagischen Schocks an. 

  1. Càndid Villanueva et al: Transfusion Strategies for Acute Upper Gastrointestinal Bleeding. N Engl J Med 2013; 368:11-21
  2. International Consensus Recommendations on the Management of Patients With Nonvariceal Upper Gastrointestinal Bleeding

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